Allerheiligen in Bayern: Priester segnen wieder selbst die Gräber

München - Katholiken im Freistaat begehen an diesem Montag Allerheiligen. An diesem Feiertag kommen Christen auf Friedhöfen zusammen, um ihrer Toten zu gedenken.

Am katholische Feiertag Allerheiligen gedenkt man den Verstorbenen. (Symbolbild)
Am katholische Feiertag Allerheiligen gedenkt man den Verstorbenen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Auf vielen Friedhöfen finden dann Gedenkfeiern statt, Priester segnen die Gräber.

Im vergangenen Jahr noch waren die Gläubigen im Freistaat aufgerufen, die Gräber ihrer Angehörigen wegen der Corona-Pandemie selbst zu segnen.

Das ist in diesem Jahr zwar nicht mehr so, das Erzbistum München und Freising wies aber darauf hin, dass es immer noch Corona-Regeln gibt.

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"Bei all diesen Zusammenkünften ist das Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste zu beachten", teilte das Bistum mit.

Auf Friedhöfen seien beispielsweise die Vorgaben etwa zu Abstand und Maskenpflicht zu beachten.

Allerheiligen gehört - neben Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, dem Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag sowie Heiligabend - zu den sogenannten stillen Tagen, an denen in Bayern ein Tanzverbot herrscht.

Kurz vor Allerheiligen hatten die Grünen im Landtag einen neuen Anlauf zur Aufhebung dieses Verbots gestartet.

Laut bayerischem Feiertagsgesetz sind "öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen" mit fröhlichem Charakter an diesen Tagen in der Regel zwischen 2 und 24 Uhr untersagt.

Das wollen die Grünen ändern: Sie fordern eine Gleichstellung aller Kultur- und Tanzveranstaltungen mit Sportereignissen - die sind, ausgenommen am Karfreitag und am Buß- und Bettag, erlaubt. Einen entsprechenden Gesetzentwurf reichten sie im Landtag ein.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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