Klare Kritik an Reformprozess: Bischof Rudolf Voderholzer startet Homepage

Regensburg - Der konservative Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (61) startet aus Unzufriedenheit mit dem Reformprozess "Synodaler Weg" eine Homepage mit alternativen Ideen.

Reformprozess "Synodaler Weg": Der konservative Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (61) startet eine Homepage mit alternativen Ideen.
Reformprozess "Synodaler Weg": Der konservative Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (61) startet eine Homepage mit alternativen Ideen.  © Armin Weigel/dpa

"Die Zusammensetzung der Foren der Synode und ihre Diskussionskultur erschweren einen angemessenen Dialog", heißt es in einer Mitteilung, die sein Bistum veröffentlichen will und die der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.

Auf der Internetseite www.synodale-beitraege.de sollen den Angaben zufolge künftig "alternative Texte zum Synodalen Weg zusammengestellt werden". Den Anfang soll demnach ein 36 Seiten starkes Dokument mit dem entsprechenden Titel "Vollmacht und Verantwortung" machen.

"Die Autoren zeigen sich unzufrieden mit dem Inhalt des in ihrem Forum diskutierten und verabschiedeten Textes", teilte das Bistum im Vorfeld hierzu mit. Dabei geht es um das Synodalforum, das sich mit dem Thema "Macht und Gewaltenteilung in der Kirche" befasst.

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Im sogenannten "Synodalen Weg" befassen sich katholische Kirchenvertreter und Laien in einzelnen, Foren genannten Arbeitsgruppen mit Fragen der Sexualmoral, des Priestertums und der Rolle der Frau innerhalb der katholischen Kirche.

Voderholzer gilt - ebenso wie der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (65) - als entschiedener Gegner dieses Reformprozesses und meldet sich immer wieder kritisch dazu zu Wort.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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