Medien: Bischofskonferenz sprach nicht über riesige Kölner Kirchen-Krise!

Köln - Die Deutsche Bischofskonferenz hat nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers bei ihrer dreitägigen Frühjahrsvollversammlung überhaupt nicht über die Krise im Erzbistum Köln geredet.

Kardinal Georg Bätzing (59), der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, am Donnerstag.
Kardinal Georg Bätzing (59), der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, am Donnerstag.  © Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

Wie die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Teilnehmer meldete, wurde das Agieren des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki (64) mit keinem Wort angesprochen.

Als über die Aufarbeitung von Missbrauch und über Kirchenaustritte debattiert worden sei, hätten die "Kölner Wirren" zwar für alle spürbar im Raum gestanden, doch seien sie nicht konkret angesprochen worden.

"Dass überhaupt nicht geredet wurde, geht eigentlich gar nicht", zitierte der Kölner Stadt-Anzeiger aus der Runde der Teilnehmer.

"Andererseits: Was hätten wir besprechen sollen, was wir nicht schon wissen und was Woelki uns nicht schon gesagt hätte?"

Intern herrsche die Einschätzung vor, dass Woelki "den Laden vor die Wand gefahren" habe.

Kölner Erzbistum in der Krise

Ein Sprecher der Bischofskonferenz teilte mit, er bestätige den Bericht nicht.

Woelki steht in der Kritik, weil er ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Missbrauchsgutachten seit fast einem Jahr unter Verschluss hält. Er führt dafür rechtliche Gründe an.

Titelfoto: Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

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