Pilgern in der Pandemie: So versucht die Kirche, Gläubige zu vertrösten

Würzburg/Altötting - Maskenpflicht, Mindestabstand und nicht zu viele Menschen: Die traditionellen Wallfahrten der Pfarreien in Bayern sind auch in diesem Jahr coronageprägt.

Statt in großen Gruppen werden 2021 die Wallfahrten mit kleineren Teilnehmerzahlen auskommen müssen - wenn sie stattfinden. (Archiv)
Statt in großen Gruppen werden 2021 die Wallfahrten mit kleineren Teilnehmerzahlen auskommen müssen - wenn sie stattfinden. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Wo die oft mehrere Tausend Pilger zählenden Touren nicht ausfallen, bricht mancherorts nur eine kleine Gruppe zum Wallfahrtsort auf, gibt es Online-Veranstaltungen oder zeitlich gestreckte Wanderungen.

"Die allermeisten Wallfahrten wurden in diesem Jahr wie auch schon im letzten in der üblichen Form abgesagt", teilte das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg mit.

Doch etliche Christen machten sich dennoch nach Vierzehnheiligen, Gößweinstein oder Marienweiher in Oberfranken auf. "Viele vermissen das gemeinsame Unterwegssein, oft ein Höhepunkt im kirchlichen Erleben des Jahres, und fahren daher wenigstens mit dem Auto zum Wallfahrtsort."

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Coronabedingt ist bereits die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting ausgefallen.

Die Gläubigen konnten ihre Anliegen an die Mutter Gottes jedoch schriftlich im Bistum abgeben - Bischof Rudolf Voderholzer brachte diese Ende Mai in einem Rucksack in die oberbayerische Wallfahrtsstadt. Normalerweise nehmen rund 8000 Gläubige an der dreitägigen, 111 Kilometer langen Fußwallfahrt teil.

In Nicht-Corona-Jahren kommen zu Pfingsten Tausende Pilger nach Altötting und beten in der Gnadenkapelle die schwarze Madonna an.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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