Corona konnte sie nicht stoppen: Holzkirchener lösen über 500 Jahre altes Versprechen ein

Bogenberg - Wie viele Stoßgebete notwendig waren, um dieses Versprechen einlösen zu können, ist nicht bekannt.

Stolze 75 Kilometer in zwei Tagen absolvierten die Bittgänger am Pfingstwochenende.
Stolze 75 Kilometer in zwei Tagen absolvierten die Bittgänger am Pfingstwochenende.  © zema-medien.de

Doch die Organisatoren der Holzkirchener Walllfahrt zeigten glücklich darüber, ein traditionsgewordenes Versprechen einhalten zu dürfen.

Laut Überlieferungen könnte der Ursprung in den Jahren 1471, 1475 oder 1496 liegen. Damals wurden durch einen Borkenkäferbefall die Wälder, die damalige Existenzgrundlage der Holzkirchener, zerstört.

Man rief die Gottesmutter um Hilfe und gab ein Versprechen: Lässt sie den Borkenkäfer verschwinden, wird jedes Jahr ein mit rotem Wachs umwickelter Fichtenstamm in einer Dankwallfahrt auf den Bogenberg getragen. Ein Marsch vom Landkreis Passau in den Landkreis Bogen. 

Der Borkenkäfer verschwand, die Menschen hielten Wort. Auch 2020 wurde der 13 Meter lange und 50 Kilo schwere Fichtenstamm getragen. 

Die Holzkirchener Kerzenwallfahrt ist eine der letzten großen Bittprozessionen, sie ist bis heute fast unverändert blieb. Die gesamte Strecke der Wallfahrer betrug etwa 75 Kilometer. 

Titelfoto: zema-medien.de

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