So sieht das UNICEF-Foto des Jahres 2020 aus

Moria - Das "UNICEF-Foto des Jahres" zeigt Kinder, die aus dem brennenden Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fliehen.

Am 9. September 2020 zerstört im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder. In jener Inferno-Nacht hat der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis das Leid der Kinder eingefangen.
Am 9. September 2020 zerstört im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen, darunter 4.000 Kinder. In jener Inferno-Nacht hat der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis das Leid der Kinder eingefangen.  © Angelos Tzortzinis, Griechenland/AFP via Unicef Deutschland/dpa

Das Bild des griechischen Fotografen Angelos Tzortzinis halte die Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft von Kindern angesichts höchster Not in einer bewegenden Momentaufnahme fest, erklärte das UN-Kinderhilfswerk am Dienstag.

Für Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender ist das Foto "eine eindringliche Mahnung". Es erzähle von einem Drama direkt vor unserer Haustür.

"Das Bild konfrontiert uns mit unserer Menschenpflicht: Wir in Europa müssen endlich eine Antwort finden – auch für die Kinder von Moria. Wir müssen gemeinsam mehr tun, um auch in ihr Leben Hoffnung zu bringen", forderte die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Der zweite Preis des renommierten Wettbewerbs ging an eine Reportage des indischen Fotografen Supratim Bhattacharjee. Er rückt das Schicksal arbeitender Kinder auf den größten Kohlefeldern Asiens in den Blickpunkt.

Der deutsch-russische Fotograf Evgeny Makarov schaffte es auf den dritten Platz. Er beschäftigte sich mit einer Ballettschule in Brasilien - diese sei eine Antwort auf die Gewalt und die Drogen im Alltag von Kindern in den Armenvierteln von Rio de Janeiro.

Der zweite Preis des renommierten Wettbewerbs geht an eine Reportage des indischen Fotografen Supratim Bhattacharjee. Er hat in den Gesichtern dieser Kinder ihr ganzes Elend eingefangen: Entsetzen, Erschöpfung, Zerstörung.
Der zweite Preis des renommierten Wettbewerbs geht an eine Reportage des indischen Fotografen Supratim Bhattacharjee. Er hat in den Gesichtern dieser Kinder ihr ganzes Elend eingefangen: Entsetzen, Erschöpfung, Zerstörung.  © Supratim Bhattacharjee, Indien via Unicef Deutschland/dpa
Der deutsch-russischen Fotograf Evgeny Makarov kann sich über den dritten Preis freuen. Er hat die Ballettschülerinnen von Manguinhos auf ihren Wegen durch die Favela begleitet.
Der deutsch-russischen Fotograf Evgeny Makarov kann sich über den dritten Preis freuen. Er hat die Ballettschülerinnen von Manguinhos auf ihren Wegen durch die Favela begleitet.  © Evgeny Makarov, Deutschland/Russland (Agentur Focus), via Univef Deutschland/dpa

Bei dem internationalen, undotierten Wettbewerb wurden zum 21. Mal professionelle Fotojournalisten ausgezeichnet, "die die Persönlichkeit und die Lebensumstände von Kindern auf herausragende Weise dokumentieren". Wegen der Corona-Pandemie gab es keine Verleihung mit Gästen, sondern Videobotschaften.

Titelfoto: Angelos Tzortzinis, Griechenland/AFP via Unicef Deutschland/dpa

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