Ab in die Freiheit! Seeadler wird nach Kollision mit Windrad ausgewildert

Heidmühlen - Nachdem er mit einer Windkraftanlage kollidiert und sechs Wochen lang im Wildpark Eekholt (Kreis Segeberg) gesund gepflegt worden ist, darf ein Seeadler bald wieder in die Freiheit fliegen.

Der Seeadler wird nach sechs Wochen wieder in die Freiheit entlassen.
Der Seeadler wird nach sechs Wochen wieder in die Freiheit entlassen.  © Wolf v. Schenck/Wildpark Eekholt/dpa

Wie der Wildpark am Dienstag mitteilte, sei der Seeadler Mitte Mai in die eigene Vogelpflegestation aufgenommen worden - mit einer Trümmerfraktur der Finger am linken Flügel.

"Es ist wie ein Wunder, dass die Handschwinge nicht von dem Rotorblatt abgehackt wurde", erklärte Elvira Freifrau von Schenck, Wildtierärztin im Wildpark Eekholt. "

Bisher hatte fast jeder Seeadler, der mit einer Windkraftanlage kollidierte, so schwere Amputationsverletzungen, dass er entweder sofort vor Ort verstarb oder von seinen Leiden erlöst werden musste."

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Nun fliegt der Seeadler nach Wildpark-Angaben aber bereits wieder - und das bald auch schon wieder in Freiheit. Am Donnerstag um 11 Uhr soll er ausgewildert werden.

Der Seeadler wurde nach seiner Kollision mit einem Windrad untersucht.
Der Seeadler wurde nach seiner Kollision mit einem Windrad untersucht.  © Wolf v. Schenck/Wildpark Eekholt/dpa

Nach Park-Angaben seien dieses Jahr bereits drei verletzte oder tote Seeadler gefunden worden, die mit Rotorblättern von Windenergieanlagen kollidiert waren. Dies sei, neben der Kollision mit Zügen, die häufigste Todesursache von Seeadlern im Land.

Titelfoto: Wolf v. Schenck/Wildpark Eekholt/dpa

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