Angelhaken verfing sich im Schnabel: Endlich konnte Schwan gerettet werden!

Dresden - Der Lebensretter-Schwan der Elbe! Das verletzte Tier hatte am Mittwoch einen Hilfseinsatz ausgelöst, bei dem eine Frau (76) gerettet wurde, die unverhofft im Wasser gesichtet worden war (TAG24 berichtete). Für den Schwan allerdings sah es schlecht aus: Er konnte zunächst nicht gefangen werde, quälte sich mit einem Angelhaken im Maul.

Rettete den Lebensretter-Schwan und brachte ihn in die Wildvogelauffangstation: Beringer Thomas Eißer (53).
Rettete den Lebensretter-Schwan und brachte ihn in die Wildvogelauffangstation: Beringer Thomas Eißer (53).  © Wildvogelauffangstation/Umweltzentrum Dresden

Gleich nach Feierabend war Dresdens Schwanen-Beringer Thomas Eißer (53) aus Pirna an die Elbe geeilt. 

Doch der hauptberufliche Hausmeister konnte nicht mehr helfen: Der verletzte Schwan war verschwunden. 

Auch Donnerstag suchte Eißer vergeblich. "Freitag klapperte ich nach der Arbeit wieder alles ab, fand den Schwan an der Kiesgrube Zschieren", sagt der Fachmann. 

Er lockte ihn mit Brot, griff beherzt am Flügel zu, transportierte ihn zur Wildvogelauffangstation in Kaditz.

Dort offenbarte sich den Helfern ein übles Bild. 

Schwan bald wieder in freier Wildbahn

Die Helfer konnten den Angelhaken aus dem Schnabel des Schwans entfernen.
Die Helfer konnten den Angelhaken aus dem Schnabel des Schwans entfernen.  © Wildvogelauffangstation/Umweltzentrum Dresden

"Angelhaken steckten in Zunge, Gaumen, Wange und Schnabel. Die Schnur war um die Zunge gewickelt. Fressen konnte er nichts mehr", so Eißer.

Behutsam entfernte er die Haken, zog über zwei Meter Schnur aus dem Schwanenschlund. Anschließend fuhren die Helfer zum Tierarzt, der die Wunde säuberte und Arznei verabreichte.

Über Pfingsten konnte sich der Schwan jetzt auf Station erholen. "Die Zunge ist noch geschwollen, sieht aber sonst ganz gut aus. Wir ernähren ihn teils noch über einen Schlauch", sagt Leiterin Saskia Keller (35). 

"Der Schwan hat großes Glück gehabt. In ein paar Tagen wollen wir ihn auswildern."

Titelfoto: Wildvogelauffangstation/Umweltzentrum Dresden

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