Aus Angst vor Dingo-Angriffen: Hier soll ein riesiger Zaun entstehen

Fraser Island (Australien) - Sage und schreibe 2 Millionen Dollar will die Regierung von Queensland ausgeben, um Touristen mit einem Zaun vor Dingo-Angriffen zu schützen.

Fraser Island ist bei Urlaubern sehr begehrt, jedoch leben auch jede Menge Wildhunde auf der Insel.
Fraser Island ist bei Urlaubern sehr begehrt, jedoch leben auch jede Menge Wildhunde auf der Insel.  © Mathias Calabotta/123RF, Susan Flashman/123RF

Nachdem erst vor Kurzem ein zweijähriger Junge einem hungrigen Wildhund begegnet war, ist die Regierung des australischen Bundesstaats nun wieder auf das tierische Problem aufmerksam geworden.

Ein nicht allzu günstiger Zaun soll zukünftig die Gemeinde Orchid Beach im Nordosten von Fraser Island schützen.

Die größte Sandinsel der Welt, die als beliebtes Urlaubsziel in Australien gilt, ist für ihre Dingo-Populationen bekannt.

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In der Vergangenheit kam es wieder zu störenden Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Vor allem kleine Kinder wurden von den Wildhunden schon des Öfteren gebissen, da sie von den Dingos als klein und schwach und somit als leichte Beute angesehen werden.

Zum Teil waren auch die Touristen selbst nicht ganz unschuldig an den bisherigen Ereignissen. So wurden die Vierbeiner in der Vergangenheit schon mehrfach mit Essensresten gefüttert.

Dingo-Zaun soll die Landschaft von Fraser Island nicht unnötig verschandeln, betont die Regierung

Durch den 2 Millionen Dollar teuren Zaun sollen Tier und Mensch künftig voneinander fern gehalten werden. Das Design soll dabei nicht nur zweckmäßig sein, sondern auch traditionell aussehen, damit die umliegende Landschaft keine allzu großen optischen Nachteile erfährt.

Die Regierung von Queensland rechtfertigt die hohe Investitionssumme mit der Bedeutung von Fraser Island für den Tourismus. Denn solche Schlagzeilen wie die aus der jüngsten Vergangenheit möchte man in Zukunft vermeiden.

Titelfoto: Mathias Calabotta/123RF, Susan Flashman/123RF

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