Australien will Taube umbringen, die nach dem neuen US-Präsidenten Biden benannt wurde

Melbourne - Eine Taube reist um die halbe Welt und muss nun doch sterben: Ein US-amerikanischer Vogel soll in Australien umgebracht werden, weil er womöglich Krankheiten verbreiten könnte.

Eine Taube hat gerade erst in Anlehnung an den neuen US-Präsidenten den Namen "Joe" erhalten, schon soll ihr der Garaus gemacht werden. (Bildmontage)
Eine Taube hat gerade erst in Anlehnung an den neuen US-Präsidenten den Namen "Joe" erhalten, schon soll ihr der Garaus gemacht werden. (Bildmontage)  © Carolyn Kaster/AP/dpa und Julian Stratenschulte/dpa

Knapp 13.000 Kilometer: Solch eine riesige Strecke muss die Taube zurückgelegt haben, bevor sie am 26. Dezember vergangenen Jahres im Garten des Australiers Kevin Celli-Bird landete.

Laut einem Bericht von "Sky News" fand er den extrem geschwächten Vogel in seinem Trinkbrunnen und gab ihm etwas zu fressen. Am nächsten Tag konnte er das Tier sogar einfangen und anhand eines Bandes an seinem Fuß herausfinden, wo er herkam.

Wie sich herausstellte, war die Taube am 29. Oktober nach einem Wettflug im US-Bundesstaat Oregon ihrem eigentlichen Besitzer davongeflogen. Offenbar hat der Vogel sich danach auf eine knapp zweimonatige Reise auf die andere Seite der Erde begeben.

Allerdings scheint er diese Strecke nicht komplett selbst geflogen zu sein. Stattdessen schätzen Experten, dass er wohl an Bord eines Frachtschiffs gelandet sein könnte und so irgendwann im australischen Melbourne ankam.

Kevin Celli-Bird benannte den amerikanischen Ausreißer scherzhaft nach dem neuen US-Präsidenten "Joe Biden". Das Problem ist nun aber: Joe soll sterben!

Amerikanische Taube könnte Krankheiten nach Australien bringen

Nachdem lokale Medien über den kuriosen Ausflug der Taube berichtet hatten, meldete sich bald auch die australische Quarantäne-Behörde bei Kevin Celli-Bird.

Er solle das Tier schnell einfangen, weil es ansonsten neue Krankheiten auf dem Kontinent einschleppen und verbreiten könne.

Inzwischen hat der Mann den Vogel allerdings fleißig gefüttert und ihn so wieder zu Kräften kommen lassen. Deshalb würde Joe nun immer schnell genug wegfliegen, sobald man ihm zu nahe kommt.

Jetzt wollen die australischen Behörden wohl professionelle Tierfänger einsetzen, um den Joe-Biden-Vogel einzufangen und zu töten.

Titelfoto: Carolyn Kaster/AP/dpa und Julian Stratenschulte/dpa

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