Bekommen wir nach der Corona-Pandemie ein tierisches Problem?

Potsdam - Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Nachfrage nach einheimischen Haustieren wie Hund oder Katze ansteigen lassen - und das kann gefährlich werden.

Der Brandenburger Naturschutzbund warnt davor, exotische Tiere wie Schlangen, Leguane oder Schildkröten, die während der Corona-Pandemie angeschafft wurden, einfach auszusetzen.
Der Brandenburger Naturschutzbund warnt davor, exotische Tiere wie Schlangen, Leguane oder Schildkröten, die während der Corona-Pandemie angeschafft wurden, einfach auszusetzen.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Denn auch der Wildtierhandel boome, sagte Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Brandenburger Naturschutzbundes (NABU).

Aus Langeweile hätten sich viele Leute Tiere angeschafft, um aufzufallen, verstärkt auch exotische wie Schlangen, Leguane oder Schildkröten.

Dieser Hang zum Außergewöhnlichen werde durch die Sozialen Medien noch befördert, so Schröder. Sie befürchtet, dass sich das Problem nach dem Lockdown noch verschärfen wird.

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"Wenn die Leute wieder in den Urlaub fahren dürfen oder aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz zurückkehren, werden diese Tiere lästig und im schlimmsten Fall einfach ausgesetzt."

Zudem hätten sich viele Halter zuvor nicht ausreichend über den tierischen Zuwachs informiert.

Schlangen oder Schildkröten würden zu groß für das Terrarium, exotische Fische wie der Gemeine Sonnenbarsch vermehrten sich im Aquarium zu stark.

In der freien Natur aber seien diese invasiven Arten eine Bedrohung für die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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