Blökendes Video: Hier marschieren die Schafe!

Köln - Was für viele Zuschauer ein lustiges Treiben war, ist ein inzwischen seltener Job: Ein Schäfer trieb über Ostern seine riesige Schafherde durch Köln-Kalk. Das Video vom Vieh-Umtrieb sorgte jetzt für Aufsehen.

Die große Schafherde wurde von einem Schäfer durch Köln getrieben. Anwohner hielten den Umtrieb im Video fest.
Die große Schafherde wurde von einem Schäfer durch Köln getrieben. Anwohner hielten den Umtrieb im Video fest.  © Twitter/KVB/Screenshot

Ein Anwohner hatte den Schäfer und die große Schafherde gefilmt, wie sie die Bahngleise der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) überquerten.

Damit die Tiere nicht in Gefahr gerieten, stoppten die KVB kurzzeitig den Verkehr der Linie 9.

Das Video für den Grund teilte das Kölner Verkehrsunternehmen bei Twitter und zeigte so vielen Usern das Schafvideo.

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Darauf ist die große Schafherde, bestehend aus Hunderten von Tieren, laut blökend zu sehen.

Die Tiere ziehen scheinbar frei über die Straße und queren die Gleise.

Doch ein Schäfer mit Hütehunden und Helfern begleitet die Herde.

Das kleine Video gibt somit nur einen kleinen Eindruck vom anstrengenden Job eines Schäfers wieder. Doch für Zuschauer, die das Treiben am Karfreitag in Köln beobachten konnten, sorgten die vielen Osterlämmer sicher für Erheiterung.

Immer weniger Schafe in NRW

In Nordrhein-Westfalen geht die Zahl der gehaltenen Schafe seit Jahren zurück. Anfang November 2019 gab es in den nordrhein-westfälischen Betrieben mit Schafhaltung rund 137.000 Schafe, wie das Statistische Landesamt NRW im Februar 2021 mitteilte. Das waren das 1,9 Prozent weniger Tiere als im November 2018.

Gleichzeitig sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 20 Schafen von 1150 auf 1110. Noch seltener sind ziehende Schäfer, die mit ihren Herden tatsächlich von Weide zu Weide wechseln.

Weibliche Schafe zur Zucht hatten in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2019 mit 95.200 Tieren den größten Anteil (rund 70 Prozent) am gesamten Schafbestand. Die Haltung von Milchschafen ist in NRW die Ausnahme: Nur 1800 Milchschafe wurden gehalten (1,8 Prozent).

Titelfoto: Twitter/KVB/Screenshot

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