Böse Herpes-Infektion: Zahl der toten Pferde steigt, Turnier abgesagt

Valencia - Die Zahl der toten Pferde nach Herpes-Infektionen bei einem Reitturnier in Valencia ist weiter gestiegen.

Für Pferde können Herpes-Infektionen tödlich sein.
Für Pferde können Herpes-Infektionen tödlich sein.  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben des Weltverbandes FEI sind inzwischen neun Fälle bekannt, darunter zwei in Deutschland. Der Weltverband berichtet zudem von einer "sehr großen Anzahl von schweren klinischen Fällen".

Fünf tote Pferde gab es laut FEI in Valencia auf dem Turniergelände und in einer Klinik sowie zwei weitere in Barcelona. Nach Angaben von Teilnehmern der Turnierserie in Valencia ist die Zahl sogar noch höher.

Auch die Zahl der Länder mit nachgewiesenen Fällen der Virusvariante EHV-1 ist gewachsen. Neben Spanien und Deutschland sind in Europa auch Belgien, Frankreich und Schweden betroffen.

In Katar gab es bei den Pferden des deutschen Reiters Sven Schlüsselburg positive Tests. Die Tiere, die bis zum 12. Februar an dem Turnier in Valencia teilgenommen hatten, zeigen nach Angaben des deutschen Verbandes FN inzwischen aber keine EHV-1-Symptome mehr.

Das Turnier in Doha, wo auch fünf deutsche Springreiter am Start sind, endet am Samstagnachmittag mit dem Großen Preis.

Turnier-Absage in Spanien

Wegen eines zweiten Pferdes mit Herpes-Symptomen ist die Reitturnier-Serie in Vejer de la Frontera noch früher als geplant abgebrochen worden. Nach dem ersten Fall war zunächst entschieden worden, dass am Samstag und Sonntag noch geritten wird. Weil ein weiteres Pferd "neurologische Anzeichen von EHV-1" gezeigt hatte, wurden nun auch diese beiden Turniertage gestrichen, hieß es von den Veranstaltern.

Ursprünglich sollte die Sunshine Tour bis Ende März laufen. In Vejer waren auch mehrere Deutsche am Start, darunter die Weltmeisterin Simone Blum.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

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