An Eisheiligen erfroren: Storchen-Küken reihenweise verendet!

Bornheim - Infolge von Dauerregen, Kälte und mangelnder Deckung durch die Altstörche sind an den Eisheiligen-Tagen in Rheinland-Pfalz zahlreiche Weißstorch-Küken verendet. 

Mindestens 40 Prozent der Küken starben (Symbolfoto).
Mindestens 40 Prozent der Küken starben (Symbolfoto).  © Christian Charisius/dpa

"Momentan gehen wir allein für die Kreise Germersheim, Südliche Weinstraße und Landau von mindestens 40 Prozent Einbußen aus. Wahrscheinlich ist dies noch sehr optimistisch geschätzt", sagte Jessica Lehmann vom Storchenzentrum in Bornheim der dpa. 

"Einen genauen Überblick bekommen wir erst bei der Beringung der verbliebenen Jungstörche."

Aufgrund des noch unvollständigen Gefieders können die Nestlinge sich nicht vor Regen schützen. "Im Regelfall stellen sich die Storcheneltern mit ausgebreiteten Flügeln über ihre Jungen. Sind die Jungstörche jedoch zu groß - wie es bei vielen der Fall war -, bringt das Unterstellen keinen Schutz."

Das weiche Daunengefieder werde durchweicht. "Am Abend wurde es sehr kalt, wir hatten sogar Frost."

Der Storchenbestand in Rheinland-Pfalz galt von 1974 bis 1996 als erloschen, 1997 startete ein Wiederansiedlungsprojekt. Träger des Storchenzentrums in Bornheim ist die Aktion PfalzStorch, die eine zentrale Rolle bei der

Ingrid Dorner, Sprecherin der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz, sagte, der Weißstorch habe im Bundesland viel Populationsreserve. Der aktuelle Vorfall sei daher kein sehr schwerer Rückschlag.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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