Bringt die Hitze tropische Krankheiten und Killer-Moskitos zu uns?

Deutschland - Dengue, Malaria, Zika: Tropische Krankheiten, vor denen man sich in Deutschland normalerweise nicht fürchten muss. Doch wie lange wird das in Zeiten des Klimawandels noch so sein?

Der Moskito "Aedes aegypti" oder auch "Stegomyia aegypti" könnte bald auch bei uns heimisch werden.
Der Moskito "Aedes aegypti" oder auch "Stegomyia aegypti" könnte bald auch bei uns heimisch werden.  © Gustavo Amador/epa efe/dpa

Mücken haben derzeit Hochsaison: Seit Wochen verschaffen ihnen die hohen Temperaturen, kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit, ideale Lebens- und Brutbedingungen.

Das feuchte Wetter ist jedoch auch für solche Arten ideal, die hierzulande eigentlich gar nicht vorkommen.

"Sie sind noch nicht in großer Zahl hier, aber meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir tropische Moskitos hier haben", warnt Howard Carter.

Der britische Mückenexperte gehört zu einer Reihe anerkannter europäischer Wissenschaftler, die der Frage nachgehen, ob und wann Europa in den nächsten Jahren unerwünschten Tierbesuch bekommen könnte.

Auch Virologen und Tropenmediziner zeigen sich zunehmend alarmiert. Uneinig ist man sich nur über die Zeitdauer: Niemand kann eindeutig sagen, wann sich tropische Insekten wie etwa die Asiatische Tigermücke flächendeckend in Deutschland und Europa verbreiten werden.

Fakt ist: Der Klimawandel potenziert das Risiko zusätzlich. Je mediterraner das Klima in Deutschland wird, desto günstiger sind die Lebensbedingungen für fremde Arten.

Gelbfiebermücken ("Aedes aegypti") liegen in einer Petrischale. Die Moskitos können unter anderem das Zika-Virus übertragen.
Gelbfiebermücken ("Aedes aegypti") liegen in einer Petrischale. Die Moskitos können unter anderem das Zika-Virus übertragen.  © Felipe Dana/AP/dpa

Spätestens ab 2030 dürften tropische Mücken und Moskitos ihren Lebensraum großflächig nach Europa ausdehnen. Und mit den neuen Insekten wären dann auch tropische Krankheiten keine Seltenheit mehr bei uns.

Titelfoto: Felipe Dana/AP/dpa

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