Corona lähmt Tourismus: Warum nun hunderte Elefanten zu verhungern drohen

Thailand - Die Corona-Pandemie trifft die ganze Welt. Gerade wirtschaftlich machen sich die Auswirkungen des Virus immer bemerkbarer. Dass so gut wie keine Branche und kein Land davon verschont bleibt, zeigt das Beispiel der Touri-Elefanten in Thailand - und das auf brutale Art und Weise.

Wie geht es mit den Elefanten in Thailand weiter? (Symbolbild).
Wie geht es mit den Elefanten in Thailand weiter? (Symbolbild).  © Andrea Warnecke

Sie sind für die einen eine große Urlaubs-Attraktion, für die anderen überlebensnotwendig. Gerade in Thailand floriert das Geschäft aus den Dickhäutern in Kombination mit den Touristen.

Doch durch das Coronavirus und den damit einhergehenden Grenzschließungen im Land, fehlen die Urlauber - und mit ihnen zwangsläufig auch die Einnahmen in den Kassen der Tier-Pfleger.

Das Geschäft mit den Elefanten wird ohnehin bereits von einigen Tierschutzorganisationen angemahnt, nicht selten machen Bilder und Videos die Runde, wie die großen Trampler, nicht nur in Thailand, unter teils nicht fachgerechten Bedingungen gehalten und ausgebeutet werden.

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Jetzt komm noch ein weiteres Problem hinzu: Mit dem fehlenden Geld wird es den Besitzern auch immer schwerer, ihre Tiere mit ausreichend Nahrung zu versorgen.

Wie unter anderem "BBC" schreibt, könnte etwa ein Viertel der 4000 in Thailand lebenden Elefanten dadurch verhungern.

Lek Chailert, Gründer der Save Elephant Foundation, sagte: "Wenn es keine Unterstützung gibt, um sie zu schützen, werden diese Elefanten entweder verhungern oder auf die Straße gesetzt werden, um zu betteln."

Das könnte dann insbesondere die besonders schwachen und auch trächtige Weibchen treffen. 

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Natürlicher Lebensraum für Elefanten nicht mehr gegeben

Sollten die Tiere ausgesetzt werden, droht ein weiteres Problem. Zum einen sind sie inzwischen so an die Menschen - und die Versorgung durch diese - gewohnt, dass sie sich in freier Natur wohl erschwert zurechtfinden würden. Zum anderen, und das ist viel schlimmer, ist durch die massenhafte Rodung von Wäldern und Naturflächen der Lebensraum für eine solche Masse an Tieren nicht mehr da.

Mit dem Lebensraum sind entsprechend auch die natürlichen Nahrungsquellen knapp.

Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Elefanten aus dieser schrecklichen Situation unbeschadet herauskommen.

Titelfoto: Andrea Warnecke

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