Coronavirus: Halbe Million Haie könnten für Impfstoff getötet werden

Deutschland - Derzeit wird unter Hochdruck nach einem Impfstoff gesucht, der die Weltbevölkerung vor einer nächsten Corona-Welle bewahren kann. Das hat seinen Preis: Eine halbe Million Meerestiere könnten für ein Gegenmittel getötet werden.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte den Tod von mehreren Hunderttausend Haien bedeuten. (Symbolbild)
Ein Impfstoff gegen das Coronavirus könnte den Tod von mehreren Hunderttausend Haien bedeuten. (Symbolbild)  © 123rf/ Pop Nukoonrat

Beinahe eine Million Menschen weltweit sind bereits an einer Covid-19-Infektion gestorben. Kein Wunder also, dass händeringend an einem Wirkstoff gegen die Krankheit gesucht wird.

Genauso wie im Kampf gegen die Schweinegrippe 2009 wird nun große Hoffnung auf einen bestimmten Bestandteil gesetzt: Squalen.

Dieser sorgt dafür, dass der Impfstoff wirksamer für den Menschen wird. 

Die Sache hat allerdings einen entscheidenden Haken: Squalen wird aus den Lebern von Haien gewonnen. 

Die Umweltschutzorganisation Shark Allies geht davon aus, dass bis zu 500.000 Fische getötet werden müssen, damit die Weltbevölkerung den Corona-Impfstoff bekommt, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass zwei Dosen des Wirkstoffes notwendig sind, um die ganze Weltbevölkerung zu immunisieren.

Etwas von einem wilden Tier zu gewinnen, ist niemals nachhaltig

Viele Haiarten sind bereits vom Aussterben bedroht. (Symbolbild)
Viele Haiarten sind bereits vom Aussterben bedroht. (Symbolbild)  © 123rf/ sellphoto1

Viele Haiarten seien ohnehin schon bedroht, erklärten die Tierschützer in ihrer Petition auf dem Internetportal change.org

"Etwas von einem wilden Tier zu gewinnen, ist niemals nachhaltig - vor allem, wenn es sich um ein Spitzen-Raubtier handelt, das sich nicht in großer Zahl vermehrt", erklärt Stefanie Brendl, Vorsitzende von Shark Allies.

Außerdem seien viele Länder darauf angewiesen, den Stoff aus anderen Regionen zu importieren. Zudem gibt es sehr wenig Qualitätskontrolle und Transparenz in der Hai-Squalen-Industrie.

Daher setzt sich die Organisation dafür ein, verstärkt nach einer nachhaltigen Lösung zu suchen. 

Eine Möglichkeit gibt es schon: Anstelle von tierischem Squalen kann dieses auch rein pflanzlich gewonnen werden, wodurch weder Tier noch Mensch bestimmten Risiken ausgesetzt sind.

Titelfoto: 123rf/ sellphoto1

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