Deutsche Forscher entdecken neue Affenart, doch sie ist bereits vom Aussterben bedroht

Myanmar - Es war ein großer Moment für die Wissenschaft: Forscher des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen und des Leibniz-Instituts für Primatenforschung haben eine neue Affenart namens "Popa-Langur" entdeckt.

Weltweit gibt es mehr als 45 Languren-Arten. Hier ist ein Bengalischer Hanuman-Langur auf einem Zedernbaum in Indien zu sehen.
Weltweit gibt es mehr als 45 Languren-Arten. Hier ist ein Bengalischer Hanuman-Langur auf einem Zedernbaum in Indien zu sehen.  © Ashwini Bhatia/AP/dpa

Anhand einer genetischen Probe des Londoner Museums konnte die neue Art laut Guardian endgültig identifiziert werden.

In Göttingen dürften nun die Sektkorken knallen, schließlich entdeckt man nicht jeden Tag eine neue Tierart.

Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht: Der "Popa-Langur" ist offenbar so selten, dass er bereits vom Aussterben bedroht ist. Nur noch 200 bis 250 Exemplare sollen in freier Wildbahn leben.

Entdeckt wurde die neue Primatenart im südostasiatischen Myanmar (früher Burma). Ein undatiertes Foto des Deutschen Primatenzentrums zeigt eines der Tiere, das auf einem Ast in der Nähe des inaktiven Vulkans Mount Popa sitzt.

Der Affe ist durch seine charakteristische Fellfärbung leicht wiedererkennbar. Auch in puncto Schädelgröße und Schwanzlänge unterscheiden sie sich von anderen Languren-Arten.

Weltweit gibt es heute mehr als 20 vom Aussterben bedrohte Primatenarten.

Neu entdeckte Affenart wird auf den Namen Popa-Langur getauft

Tatsächlich wurden die ersten genetischen Proben der neuen Affenart bereits vor über 100 Jahren in Burma gesammelt, welches damals unter britischer Herrschaft stand. Erst vor Kurzem kam es im London Natural History Museum jedoch zu einer umfassenden genetischen Analyse.

Titelfoto: Twitter Screenshot @natalieben

Mehr zum Thema Tiere:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0