Dicht an dicht gedrängt: Völlig erschöpfte Pferde nach stundenlanger Odyssee gerettet

Lohmar - Auf einem Rastplatz an der A3 in Lohmar hat die Polizei einen Tiertransporter mit 14 Pferden gestoppt. Die Tiere waren eng zusammengepfercht und ohne Wasser transportiert worden.

Die Tiere waren nach Beendigung der mehrstündigen Fahrt völlig erschöpft zu einem Pferdehof gebracht worden.
Die Tiere waren nach Beendigung der mehrstündigen Fahrt völlig erschöpft zu einem Pferdehof gebracht worden.  © Polizei Köln (Bildmontage)

Ein Polizeisprecher teilte mit, dass Maut-Kontrolleure des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) am Freitagmorgen einen spanischen Lkw aus dem Verkehr gezogen hatten, der 14 Pferde transportiert hatte. Das Gespann war in Richtung der Niederlande unterwegs gewesen.

Als die Kontrolleure die unwürdigen Bedingungen des Transports bemerkten, riefen sie umgehend die Polizei zu dem Rastplatz.

Bis dahin hatten die erschöpften Tiere bereits eine 19-stündige Odyssee hinter sich gehabt und waren am Ende ihrer Kräfte.

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Nach Angaben der Beamten hatten sie dicht gedrängt beieinander gestanden und waren zudem nicht gegen das Umfallen gesichert worden. Man hatte den Tieren nicht einmal eine Tränke mit Wasser bereitgestellt!

Die Beamten riefen Mitarbeiter des Kreisveterinäramts hinzu, die die Pferde beschlagnahmten und in einem Pferdehof unterbrachten.

Dort seien sie auch ärztlich versorgt wurden, wie es hieß.

Kreisveterinäramt fertigte Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz

Die Pferde hatten dicht beieinander gedrängt zusammengestanden und waren nicht gesichert worden.
Die Pferde hatten dicht beieinander gedrängt zusammengestanden und waren nicht gesichert worden.  © Polizei Köln (Bildmontage)

Die weitere Überprüfung des Gespanns ergab, dass an dem belgischen Anhänger ein niederländisches Wohnwagen-Kennzeichen angebracht worden war.

"Der 58 Jahre alte Fahrer konnte außerdem keinen Sachkunde-Nachweis zum Transport von Tieren vorlegen", schilderte der Sprecher.

Das Kreisveterinäramt fertigte Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, während die Beamten eine Sicherheitsleistung in Höhe von knapp 10.000 Euro einbehielten.

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Die Pferde müssen sich nun erst einmal von dem wohl schlimmsten Trip ihres Lebens erholen.

Titelfoto: Polizei Köln (Bildmontage)

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