Die Störche bringen eigenen Nachwuchs: "Das Schlüpfen steht unmittelbar bevor"

Loburg (Jerichower Land) - Die meisten Storchenpaare in Sachsen-Anhalt erwarten voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen Nachwuchs.

Die meisten Storchenpaare in Sachsen-Anhalt erwarten voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen Nachwuchs. (Archivbild)
Die meisten Storchenpaare in Sachsen-Anhalt erwarten voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen Nachwuchs. (Archivbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

In einigen Nestern seien bereits Jungtiere geschlüpft, sagte Michael Kaatz von der Vogelschutzwarte Loburg im Landkreis Jerichower Land. Der Großteil werde wohl in den letzten zwei Maiwochen nachziehen. "Das Schlüpfen steht unmittelbar bevor", so der Experte.

Problematisch könne der anhaltende Regen für die Jungtiere werden, falls die Nester stark durchweichen und dadurch ausreichend Schutz fehlt. Deswegen sei es gut, dass bislang noch nicht viele Storchenbabys auf die Welt kamen.

Im Durchschnitt sei mit zwei Jungvögeln pro Paar zu rechnen, auch drei oder vier seien möglich. Frisch geschlüpft brauchen sie vor allem ausreichend Nahrung wie Regenwürmer und Insekten, die die Eltern auf Weiden und Wiesen finden. Äcker seien weniger geeignet.

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Obwohl der Storchenzug als beendet gilt, sind momentan nicht alle Nester im Land besetzt. "Die meisten Tiere sind aber wieder eingetroffen", sagte Kaatz.

Störche aus dem Osten fliegen über Türkei, aus dem Westen über Spanien

Gezählt seien sie noch nicht. Grob rechnet die Vogelschutzwarte mit bis zu 600 Paaren. Jedes Jahr gebe es etwas Fluktuation, auch abhängig von der Region. Zuwächse habe es im Norden Sachsen-Anhalts gegeben.

Einige Paare besetzten andere Nester als in den Vorjahren, andere kommen gar nicht wieder. Grund dafür ist den Angaben nach vor allem die Zugroute. Die Tiere, die über die Türkei und Israel in Richtung Afrika fliegen, haben einen beschwerlicheren Weg. Bei ihnen gibt es höhere Verluste.

Anders ist es in den westlichen Bundesländern: Die Störche, die sich dort niederlassen, kommen meistens aus Richtung Spanien. Auf dieser Route haben sie bessere Bedingungen.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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