Diese jungen Wildtiere können beim Osterspaziergang in Berlin gesichtet werden

Berlin - Frischling, Füchslein und Co: Beim Osterspaziergang können die Hauptstädter in diesem Jahr schon jungen Wildtieren begegnen.

Ein Jungfuchs sitzt in einem Wildpark auf der Hand des Geschäftsführers. In Berlin kann das Wappentier des Bezirks Reinickendorf auch in freier Wildbahn angetroffen werden.
Ein Jungfuchs sitzt in einem Wildpark auf der Hand des Geschäftsführers. In Berlin kann das Wappentier des Bezirks Reinickendorf auch in freier Wildbahn angetroffen werden.  © Carsten Rehder/dpa

Kleine Füchse kämen zurzeit aus ihrem Bau, berichtet Derk Ehlert, Wildtier-Referent der Senatsverwaltung für Umwelt.

Auch junge Waschbären und Wildschweine seien unterwegs, dazu würden die ersten Käuzchen flügge. Die Singvögel brüteten.

Um Wildtiere nicht zu stören, sollten Osternester im Wald oder in Parks nahe an Wegen und besser nicht unter Büschen versteckt werden, rät Ehlert.

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"Junge Wildtiere bitte nicht anfassen und auch nicht füttern", ergänzt der Experte. Auch wenn ein Mini-Käuzchen scheinbar allein am Boden hocke, seien seine Eltern meist nicht weit.

"Die sitzen nicht permanent daneben. Das ist nicht wie bei uns Menschen." Junge Wildtiere seien selten hilflos und sollten auf keinen Fall mitgenommen werden.

"Und Hunde bitte anleinen."

Umweltverwaltung: Für eine Millionenstadt bietet Berlin erstaunliche Artenvielfalt

Frischlinge laufen durch ein Wildgehege. In den Forsten Berlins gehören Wildschweine zur Stadtnatur.
Frischlinge laufen durch ein Wildgehege. In den Forsten Berlins gehören Wildschweine zur Stadtnatur.  © Felix Kästle/dpa

In Berlin gehören Wildschweine, Füchse und Waschbären inzwischen mit zur Stadtnatur und sind nicht allein in Waldgebieten zu finden. Tollwut oder Fuchsbandwurm seien in der Hauptstadt nicht gemeldet worden, sagt Ehlert.

Für eine Millionenstadt hat Berlin nach Angaben der Umweltverwaltung eine erstaunliche Artenvielfalt zu bieten. Dazu zählen zum Beispiel auch Habicht, Wanderfalke, Seeadler, Biber, Fischotter, Fledermaus und Rotbauchunke.

Denn Landwirtschaftsflächen mit Überdüngung und Belastung spielen in Berlin flächenmäßig kaum eine Rolle. Auch Grün- und Parkanlagen, Friedhöfe und Villengärten tragen zur Vielfalt bei.

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Ein Paradies für Wildtiere ist Berlin trotz seines großen Nahrungsangebots dann aber auch wieder nicht. Immer dichtere Bebauung und Privatgärten mit Steinschotter sind wenig einladend.

Das dichte Verkehrsnetz mit der Zerschneidung von Lebensräumen wird oft zur tödlichen Falle.

Dazu kommt eine intensive Nutzung der Grünflächen durch sonnenhungrige Großstädter - mit vielen Störungen, vor allem auch durch Hunde.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa, Felix Kästle/dpa (Bildmontage)

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