Elefant mit Feuerwerk getötet: Zwei Millionen Menschen reagieren wütend auf die Tat

Kerala (Indien) - Nach der brutalen Tötung einer trächtigen Elefantenkuh in Indien (TAG24 berichtete) äußerten sich viele Menschen wütend und empört sowohl auf der Straße als auch im Netz.

Menschen versuchen, den 15-jährigen wilden Elefanten aus dem Fluss Velliyar zu ziehen. Weitere Elefanten wurden an die Unglücksstelle gebracht, damit das schwangere Tier neues Vertrauen schöpfen kann.
Menschen versuchen, den 15-jährigen wilden Elefanten aus dem Fluss Velliyar zu ziehen. Weitere Elefanten wurden an die Unglücksstelle gebracht, damit das schwangere Tier neues Vertrauen schöpfen kann.  © Rajesh U Krishna/AP/dpa

Dorfbewohner hatten den schwangeren Elefanten mit explosivem Material gefüttert, das in einer Ananas versteckt war.

Das verletzte Tier zog sich daraufhin zum Sterben in den Fluss Velliyar zurück. 

Nach wie vor ist nicht bekannt, was die Einheimischen zu solch einer grausamen Tat veranlasste und ob sie wirklich mit voller Absicht so handelten.

Denn Früchte mit versteckten Feuerwerkskörpern kommen tatsächlich hin und wieder in Indiens Landwirtschaft vor. Sie erfüllen den Zweck, wilde Tiere vom Obst fernzuhalten.

Der Forstbeamte Mohan Krishnan entschuldigte sich in den sozialen Netzwerken für die Tat seiner Mitmenschen und erklärte, dass die Elefantenkuh wohl mehr um ihr Kalb als um sich selbst besorgt war.

Durch ihre schlimmen Verletzungen vertraute sie den Menschen um sich herum nicht mehr. Sämtliche Maßnahmen, sie wieder aus dem Wasser herauszubekommen, waren vergebens.

Keralas Ministerpräsident Pinarayi Vijayan bestätigte inzwischen auf Twitter, dass eine Untersuchung des Todes des Elefanten durchgeführt wurde und eine verdächtige Person verhaftet wurde.

"Wir möchten Ihnen versichern, dass Ihre Bedenken nicht umsonst sind. Gerechtigkeit wird sich durchsetzen", twitterte Vijayan.

Die Nachricht vom grausamen Tod des Elefanten veranlasste mehr als zwei Millionen Menschen auf der ganzen Welt, Petitionen zu unterschreiben und Gerechtigkeit zu fordern. Auch Bollywood-Stars bis hin zu Politikern und mächtigen Geschäftsführern sprachen sich aus. Der indische Schauspieler Akshay Kumar nannte den Tod des Elefanten "herzzerreißend, unmenschlich und inakzeptabel".

Nachdem der trächtige Elefant wegen einer mit Böllern gefüllten Ananas starb, wurde ein Mann festgenommen.
Nachdem der trächtige Elefant wegen einer mit Böllern gefüllten Ananas starb, wurde ein Mann festgenommen.  © Rajesh U Krishna/AP/dpa

Qualvoll umgebrachte Elefanten sind in Indien leider keine Seltenheit: Daten des Ministeriums für Umwelt, Wald und Klimawandel belegen, dass in den letzten fünf Jahren 490 Elefanten an unnatürlichen Ursachen wie Stromschlag, Wilderei und Vergiftung gestorben sind.

Titelfoto: Rajesh U Krishna/AP/dpa

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