"Elefant, Tiger & Co.": So entdeckten Pfleger die Schwangerschaft von Koala-Dame Mandie

Leipzig - Seit Ende Juli ist bekannt, dass das Leipziger Koala-Weibchen Mandie ein süßes Geheimnis in ihrem Beutel trägt (TAG24 berichtete). In der letzten Folge von "Elefant, Tiger & Co." berichten ihre Tierpfleger, wie sie dem trächtigen Weibchen auf die Spur gekommen sind. 

Koala-Dame "Mandie" versucht bei allen Bewegungen, ihren Beutel zu entlasten.
Koala-Dame "Mandie" versucht bei allen Bewegungen, ihren Beutel zu entlasten.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co."

Äußerlich hat man dem possierlichen Tierchen nämlich zunächst nichts angemerkt, so Tierpfleger Philipp Hünemeyer in der MDR-Sendung.

Erst durch Änderungen in Mandies Verhalten sei man der Koala-Dame auf die Schliche gekommen, deren Beziehung mit ihrem Partner Oobi-Ooobi nun wohl endlich gefruchtet hat. 

"Man hat gemerkt, dass sie sich nicht mehr von uns am Bauch anfassen ließ. Außerdem hat sie sich immer so bewegt und hingesetzt, dass sie ihren Beutel entlasten konnte", kombinierte Koala-Kumpel Philipp Hünemeyer. 

Seinen Schützling schultert der Pfleger nur noch zu selteneren Spaziergängen durch das Freigehege der Koalas, von dem sich Mandie schon seit einigen Wochen zurückziehen durfte. 

Nachwuchs bei den Leipziger Koalas: Wann ist das Jungtier zu sehen?

In den Beutel gucken will Pfleger Philipp Hünemeyer lieber nicht - zu hoch ist die Gefahr einer Infektion.
In den Beutel gucken will Pfleger Philipp Hünemeyer lieber nicht - zu hoch ist die Gefahr einer Infektion.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co."

Wann sich das Jungtier das erste Mal zeigen wird, ist noch unklar. 

"Ich hab schon sehr lange nicht mehr in Mandies Beutel geguckt. In den Beuteln herrscht ein spezielles Milieu, in das auf keinen Fall Bakterien geraten dürfen", so Mandies Pfleger.

Bei bereits stolzen 6760 Gramm "Kampfgewicht" der Schwangeren dürfte sich das Jungtier aber gut entwickelt haben.

"Dieser Zuchterfolg ist der Lohn für unsere Bemühungen in den letzten Jahren, einen Beitrag für den Erhalt dieser gefährdeten australischen Tierart, deren Bestand nicht zuletzt durch die Waldbrände stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, zu leisten", freute sich Zoodirektor Jörg Junhold im Juli.

"Wir freuen uns auch, aber noch unter Vorbehalt. Denn es kann ja immer noch etwas passieren!", so Mandies Pfleger. 

Titelfoto: Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co."

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