Entscheidung: Thüringer Landwirte dürfen Gift gegen Feldmäuse einsetzen!

Erfurt - Feldmäuse sind für Landwirte eine echte Plage, denn ihre Äcker werden von den Tieren kahl gefressen. Auf der anderen Seite sind die Wildmäuse eine bedrohte Art. Die Landesregierung musste aber trotzdem eine Entscheidung treffen. Gift? Ja oder Nein?

Eine Feldmaus kümmert sich in ihrem Nest um den Nachwuchs (Symbolfoto).
Eine Feldmaus kümmert sich in ihrem Nest um den Nachwuchs (Symbolfoto).  © picture alliance / dpa

Die Landwirte in Thüringen können nach einem Beschluss der Landesregierung Gift zur Bekämpfung von Feldmäusen in den nächsten Monaten einfacher einsetzen.

Anders als bislang vorgesehen müssen sich Landwirte nicht mehr zwingend durch einen Gutachter bestätigen lassen, dass auf ihren Feldern keine Feldhamster leben. Das erklärten das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium am Dienstag in Erfurt in einer gemeinsamen Mitteilung.

Entsprechende Kontrollen könnten die Landwirte auch in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Pflanzenschutzdienstes des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft und Ländlichen Raum durchführen. 

Das Landwirtschaftsministerium soll der Einigung nach sicherstellen, dass die Mitarbeiter des Pflanzenschutzdienstes ausreichend qualifiziert sind, um Feldhamstervorkommen zu erkennen.

Die Landwirte in Thüringen klagen seit Wochen über eine massive Feldmausplage. Sie würden am liebsten großflächig mit Gift gegen die Tiere vorgehen. Umweltschützer dagegen fürchten dann um die letzten Feldhamster in Thüringen. 

Einige von ihnen hatten sich am Dienstag vor der Staatskanzlei in Thüringen versammelt, um gegen den Einsatz von Gift zu demonstrieren. 

Das Gift, das gegen die Mäuse eingesetzt wird, ist ihren Angaben von Umweltschützern auch für die Hamster tödlich. 

Titelfoto: picture alliance / dpa

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