Erhöhtes Gefährdungspotenzial für Fledermäuse in Sachsen-Anhalt

Magdeburg - Umweltschützer warnen vor immer geringer werdenden Ausbreitungsräumen für die Fledermäuse in Sachsen-Anhalt.

In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ausbreitungsräume für Fledermäuse. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt gibt es immer weniger Ausbreitungsräume für Fledermäuse. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Nach wie vor gebe es ein erhöhtes Gefährdungspotenzial, sagte Hartwig von Bach, Naturschutzreferent des Naturschutzbundes (Nabu) in Sachsen-Anhalt.

Insbesondere in den Siedlungsbereichen weisen die Naturschützer darauf hin, die Tiere nicht einfach durch Umbaumaßnahmen zu vertreiben, sondern mit Augenmaß bauliche Alternativen aufzuzeigen und die Leute zu sensibilisieren.

In den Waldbereichen lebende Fledermäuse suchten oft in Totholz Unterschlupf. Der Wald müsste also auch wieder in einen naturnahen Zustand versetzt werden, sagte von Bach.

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Es müsste auch alte und dicke Bäume geben. Insofern sollten zumindest teilweis solche Bäume von den Waldbesitzern und Förstern stehen gelassen werden. Dieses Augenmerk werde bisher etwas vernachlässigt.

"In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, von denen sich auch 22 in unserem Bundesland wohl fühlen", erklärte eine Sprecherin des Nabu Sachsen-Anhalt.

Fledermäuse ernähren sich vor allem von Insekten wie Nachtfaltern, Mücken und Käfern. Ihr Hunger auf Insekten sei jedoch ein weiteres Problem für die Fledermäuse, erklärte die Sprecherin. Durch das Insektensterben der vergangenen Jahre litten viele Fledermauspopulationen unter Nahrungsmangel, was sich negativ auf ihre Bestände auswirkt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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