Erster Heuler der Saison in der Seehundstation Friedrichskoog: So geht es Lønne

Friedrichskoog/Norddeich - In der schleswig-holsteinischen Seehundstation Friedrichskoog ist mit "Lønne" der erste Heuler der Saison eingezogen - in der Aufzuchtstation im niedersächsischen Norddeich warten die Tierpfleger dagegen noch auf den ersten Seehund-Nachwuchs.

Der Seehund Lønne liegt am Beckenrand.
Der Seehund Lønne liegt am Beckenrand.  © Frank Molter/dpa

"Es kann jede Stunde soweit sein", sagte der Leiter der Norddeicher Station, Peter Lienau, am Mittwoch.

Lønne wurde am 11. Mai als Frühchen in List auf Sylt gefunden, wie die Seehundstation Friedrichskoog am Mittwoch mitteilte.

Nach einem 14-tägigen Aufenthalt im Erholungsbereich unter einer Wärmelampe darf Lønne nun in den Aufzuchtbereich. Auf den jungen Seehund warten bereits weitere Spielgefährten, die ebenfalls neu aufgenommen wurden.

Eiskalt der Mutterkuh entrissen: Dreiste Diebe klauen fünf Wochen altes Kalb
Tiere Eiskalt der Mutterkuh entrissen: Dreiste Diebe klauen fünf Wochen altes Kalb

In der Seehundaufzuchtstation in Norddeich sind die Pfleger zurzeit dabei, die Wasserbecken für die erwarteten Heuleraufzufüllen. Die ersten Jungtiere seien auch bereits im niedersächsischen Wattenmeer gesichtet worden, sagte Lienau. Der aktuell anhaltende Nordwestwind begünstige zudem, dass junge Seehunde von ihren Muttertieren getrennt werden könnten.

Ein Heuler ist ein von der Mutter verlassenes Seehundjunges, welches aus Hunger und Einsamkeit heult und ohne menschliche Hilfe nicht überleben würde. Die Jungtiere werden in den beiden Seehundstationen in Norddeich und Friedrichskoog aufgepäppelt und auf das Leben in Freiheit vorbereitet.

Die durchschnittliche Aufzuchtzeit beträgt 70 Tage. In Friedrichskoog wurden letztes Jahr 236 Robben eingeliefert, darunter 199 Seehundheuler, wie eine Tierärztin der Station sagte.

Weitere niedliche Bilder von Heuler Lønne

Tierärztin Ulrike Meinfelder trägt den Seehund Lønne in einer Tonne.
Tierärztin Ulrike Meinfelder trägt den Seehund Lønne in einer Tonne.  © Frank Molter/dpa
Der Seehund Lønne verlässt eine Transporttonne.
Der Seehund Lønne verlässt eine Transporttonne.  © Frank Molter/dpa
Lønne wird mit Brei gefüttert.
Lønne wird mit Brei gefüttert.  © Frank Molter/dpa

Beide Seehundstationen sind seit Mitte Mai wieder für Gäste geöffnet, für einen Besuch ist allerdings ein negativer Corona-Test nötig.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

Mehr zum Thema Tiere: