Falsches Tier an der Leine: Frau geht Gassi und muss Strafe zahlen!

Rom (Italien) - In der Coronavirus-Pandemie darf man in den meisten Ländern nur unter strikten Bedingungen das Haus verlassen. Mit dem Hund Gassi gehen ist oft problemlos möglich. Bei anderen Tieren sieht es da schon anders aus.

Der Fehler der Frau: Sie ging nicht mit einem Hund raus. (Symbolbild)
Der Fehler der Frau: Sie ging nicht mit einem Hund raus. (Symbolbild)  © 123RF/Francis Dean

Ausgerechnet in Italien, dem Land, das lange Zeit an der europäischen Spitze stand, wenn es um Corona-Infizierte geht, wollte eine Frau (60) scheinbar um jeden Preis an die frische Luft, wie der TV-Sender ORF unter Berufung auf Informationen der Agentur AFP berichtet.

Beamte teilten der Agentur mit, dass die Frau eine "einzigartige Rechtfertigung" für ihren Spaziergang am Ostermontag hatte.

Demnach ging sie Gassi. Aber nicht mit einem Hund, sondern mit einer Schildkröte.

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Solche Tiere haben nach Einschätzung der Beamten in Rom jedoch keinen speziellen Bedarf an Gassi-Runden.

Für das Spazierengehen "ohne gerechtfertigten Grund" müsse die Frau deshalb nun 400 Euro berappen. Es war nicht das einzige Vergehen am vergangenen Wochenende in Italien.

Strafe für Gassi-Gehen mit Schildkröte kein Einzelfall an Ostern

Schildkröten sind scheinbar nicht Gassi-bedürftig. (Symbolbild)
Schildkröten sind scheinbar nicht Gassi-bedürftig. (Symbolbild)  © 123rf/serezniy

Über 16.500 Straftaten stellen die italienischen Gesetzeshüter allein am Ostermontag fest. Das sollen sogar 20 Prozent mehr sein als noch tags zuvor.

Besonders viel zu tun haben die Behörden derzeit mit einem 62-jährigen Mann in Riccione. Er bekam bereits neun Strafzettel in den vergangenen zwölf Tagen.

"Ich will mich frei fühlen. Ich halte es zu Hause nicht aus", soll er laut lokalen Medien erklärt haben, berichtete der ORF weiter. "Ich weiß, dass ich gegen die Gesetze verstoße. Ich rufe meine Mitbürger auf, mich nicht als Beispiel zu nehmen."

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Er fahre häufig Fahrrad oder Auto und gehe spazieren. Einen Grund habe der 62-Jährige jedoch nie parat.

Die Straf-Bescheide (jeweils 400 bis 3000 Euro) leite der Mann stets an seinen Anwalt weiter, der sich damit befassen will.

Ob er aus der Nummer noch irgendwie herauskommt, ist unklar.

Titelfoto: 123RF/serezniy, 123RF/Francis Dean

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