Tapfere Kameraden! Feuerwehr rettet Hund aus "beschissener" Lage

Storbeck-Frankendorf (Ostprignitz-Ruppin) - Dieser arme Hund befand sich im wahrsten Sinne des Wortes in einer "beschissenen" Situation: Die Feuerwehr Temnitz hat eine 16 Jahre alte Hündin aus einer Jauchegrube befreit.

"Beschissene" Lage: Eine Hündin fiel auf einem Privatgrundstück in Storbeck-Frankendorf in diese rund drei Meter tiefe Jauchegrube.
"Beschissene" Lage: Eine Hündin fiel auf einem Privatgrundstück in Storbeck-Frankendorf in diese rund drei Meter tiefe Jauchegrube.  © 7aktuell.de/Christian Guttmann

Das Tier war am Mittwochnachmittag auf einem Privatgrundstück in Storbeck-Frankendorf in die etwa drei Meter tiefe Grube gefallen.

Die Fellnase konnte sich auf dem Grundstück frei bewegen und geriet wohl aus Unachtsamkeit in diese verzwickte Lage. Die Besitzerin des Tieres gab an, dass der Vierbeiner bereits 16 Jahre alt, schwerhörig und zum Teil blind sei.

Mit letzter Kraft konnte die Hündin jaulen und so ihr Frauchen auf sich aufmerksam machen. Die Dame alarmierte gegen 14.30 Uhr die Feuerwehr im Amt Temnitz, die sofort zu der tierischen Rettungsaktion ausrückte.

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Selbige gestaltete sich jedoch nicht einfach, denn das Rohr war ziemlich eng und obendrein mit Fäkalien gefüllt, die sich rund 40 Zentimeter auftürmten.

"Für uns war dies kein alltäglicher Einsatz, da die Einsatzkräfte das Vertrauen zu dem Tier aufbauen mussten", erklärte Einsatzleiter Sebastian Giesert.

Feuerwehrleute retten Hündin nach rund zwei Stunden aus Jauchegrube

Ein Feuerwehrmann kümmert sich liebevoll um die gerettete Fellnase.
Ein Feuerwehrmann kümmert sich liebevoll um die gerettete Fellnase.  © 7aktuell.de/Christian Guttmann

Die Feuerwehrleute legten Schutzkleidung an und griffen aufgrund des üblen Gestanks auch auf Atemschutzgeräte zurück. Insgesamt waren elf Kameraden an dem Einsatz beteiligt.

Die Einsatzkräfte versuchten Seile um die Hundedame zu binden, die buchstäblich bis zum Hals in der Jauche steckte, was sich aber schwierig gestaltete, da sie nicht sehen konnte, was da um sie herum passierte und obendrein total verängstigt war.

Nach circa zwei Stunden gelang dann unter dem Einsatz von Steckleiter, Seilen und einem Schlauch schließlich die Rettung und der stark unterkühlte Hund konnte in die Hände der überglücklichen Besitzerin übergeben werden.

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Dem Tier gehe es ansonsten aber gut, Frauchen kümmerte sich umgehend mit einer wärmenden Decke und einem warmen Bad um die Fellnase. Letzteres war wohl auch aufgrund des üblen Geruchs vonnöten.

In Zukunft wird die Hundebesitzerin die Grube wohl lieber abdecken, damit ihr geliebter Vierbeiner nicht noch einmal in solch eine "beschissene" Lage gerät.

Titelfoto: 7aktuell.de/Christian Guttmann

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