"Gefährlich für Menschen!" Nach Krokodil-Sichtung in Unstrut warnt PETA vor "Exoten"

Laucha - Nach dem Schock über die Sichtung eines vermeintlichen Krokodils in der Unstrut (TAG24 berichtete) am Wochenende hat sich die Tierschutzorganisation PETA zu Wort gemeldet. 

Das Krokodil konnte bislang nicht gefunden werden. (Symbolbild)
Das Krokodil konnte bislang nicht gefunden werden. (Symbolbild)  © 123rf/ sekarb

"Es ist keine Seltenheit, dass exotische Lebewesen in Wäldern, auf Feldern und in Badeseen ausgesetzt werden. Mittlerweile häufen sich die Fälle, Tierheime und Tierschutzvereine kommen mit den Exoten an ihre Kapazitätsgrenzen", so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. 

Viele Halter würden sich die Tiere unüberlegt kaufen und seien nach kurzer Zeit mit den Ansprüchen der Exoten überfordert. 

"Ein Lebewesen dann einfach zu 'entsorgen', ist nicht nur gefährlich für Menschen und andere Tiere, sondern verstößt auch gegen das Gesetz", so die Tierrechtsorganisation weiter. 

Deshalb sei die PETA für ein generelles Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. 


Nicht nur spitze Zähne: Exoten können Krankheitserreger übertragen

Denn selbst wenn es sich um ungiftige Tiere handelt, können die Reptilien und Amphibien gefährlich für den Menschen werden, so die Organisation.

"Studien zufolge übertragen die meisten Reptilien gesundheitsgefährdende Salmonellenarten; geschätzte 90 Prozent der Tiere tragen die Erreger in sich. Auf den Menschen übertragene Salmonellen können im Extremfall zu Hirnhautentzündung oder zum Tod des Menschen führen – vor allem Kinder sowie immungeschwächte und ältere Menschen sind gefährdet", warnt Jana Holger.

Wie bereits berichtet, hatten Zeugen am Donnerstagabend den Notruf gemeldet, da sie ein Krokodil in den Fluten der Unstrut in Sachsen-Anhalt beobachtet hatten. Über das Wochenende waren umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet worden, der Schleusen- und Bootsverkehr war eingestellt, das Baden verboten worden.

Am Sonntag wurde die Suche schließlich erfolglos eingestellt. 

Titelfoto: 123rf/ sekarb

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