Geflügelpest in Niedersachsen: Erster bestätigter Fall in diesem Herbst

Aurich - Bei einer toten Lachmöwe im Landkreis Aurich in Ostfriesland ist die hochansteckende Geflügelpest nachgewiesen worden!

Bei einer Lachmöwe im Landkreis Aurich ist der Erreger des hochansteckenden Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. (Symbolfoto)
Bei einer Lachmöwe im Landkreis Aurich ist der Erreger des hochansteckenden Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. (Symbolfoto)  © Ingo Wagner/dpa

Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, ist es landesweit der erste bekannte Fall bei einem Wildvogel in diesem Herbst.

Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), bestätigte demnach, dass bei dem Wildvogel der Erreger des hochansteckenden Geflügelpestvirus des Subtyps H5N1 festgestellt wurde.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (57, CDU) forderte Geflügelhalter in Niedersachsen auf, ihre Tiere zu schützen und Maßnahmen zur Biosicherheit einzuhalten. "Die Befunde sind Anlass für eine extrem hohe Wachsamkeit im Land", sagte Otte-Kinast.

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Das Landwirtschaftsministerium appellierte zudem an Spaziergänger, verendete Tiere nicht anzufassen. Stattdessen sollte das zuständige Veterinäramt informiert werden, um die Vögel fachgerecht entsorgen zu können, sagte eine Sprecherin am Freitag in Hannover.

Die Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln vorkommt. Die Seuche grassiert insbesondere im Winterhalbjahr und steht somit im engen Zusammenhang mit dem Vogelzug.

Der Erreger gilt für Menschen als ungefährlich. Gefürchtet wird vor allem der hohe wirtschaftliche Schaden. In den vergangenen Tagen waren Fälle bei Wildvögeln bereits in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden.

Niedersachsen war im vergangenen Winterhalbjahr stark betroffen

Der zurückliegende Seuchenzug der Geflügelpest im vergangenen Winterhalbjahr grassierte bundesweit - Niedersachsen war allerdings besonders stark betroffen.

Von November 2020 bis Mai 2021 waren nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in mehr als 70 Geflügelhaltungen Ausbrüche der Geflügelpest festgestellt worden.

Rund 1,1 Millionen Tiere mussten notgeschlachtet werden. Zuletzt war ein Wildvogel mit einem Erreger der Tierseuche Ende Juli in Niedersachsen gefunden worden.

Titelfoto: Ingo Wagner/dpa

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