In Corona-Krise: Tierschützer starten große Online-Kampagne

Hamburg – Trotz Corona-Krise wollen Tierschützer am Tag des Versuchstiers für einen "Ausstieg aus dem Tierversuch" werben. 

Eine Aktivistin des Vereins Ärzte gegen Tierversuche hält während einer Demonstration gegen ein geplantes Tierversuchslabor am UKE ein Plakat.
Eine Aktivistin des Vereins Ärzte gegen Tierversuche hält während einer Demonstration gegen ein geplantes Tierversuchslabor am UKE ein Plakat.  © Markus Scholz/dpa

Ein Bündnis aus 15 Vereinen will am Donnerstag mit einer Reihe von Online-Vorträgen seine Kampagne vorstellen. 

"Ziel ist es, sachlich und fundiert die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass ein Ausstieg aus dem Tierversuch nötig und möglich ist", erklärte die Sprecherin von Ärzte gegen Tierversuche, Gaby Neumann.

Wissenschaftler betonen dagegen, dass trotz der Suche nach Alternativen verantwortungsbewusste Tierversuche für die medizinische Forschung unverzichtbar seien, auch im Kampf gegen das Coronavirus. 

"Das ist weltweiter Konsens in Forschung und Gesetzgebung", sagte der Sprecher der Initiative Tierversuche verstehen, der Göttinger Neurowissenschaftler und Biologe Stefan Treue.

Hinter der Initiative stehen Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland von den Helmholtz- und Fraunhofer-Gesellschaften bis zur Leopoldina.

Der Tag des Versuchstiers wird nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes seit 1962 immer am 24. April begangen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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