"Es stank bestialisch": 29 Hunde und 21 Katzen aus schlimmsten Verhältnissen gerettet

Köln - In Köln wurden 29 Hunde und 21 Katzen aus widerlichsten Verhältnissen gerettet. Die Tiere wurde per Zufall von Dachdeckern entdeckt.

Zwei der insgesamt 50 geretteten Tiere. Das Tierheim bittet um Spenden für die Hunde und Katzen.
Zwei der insgesamt 50 geretteten Tiere. Das Tierheim bittet um Spenden für die Hunde und Katzen.  © Facebook/Tierheim Köln Dellbrück

Die Handwerker hatten von einem Dach aus einen verdreckten Hinterhof mit zahllosen Hunden entdeckt.

Als sie genauer hinschauten, taten sich animalische Abgründe auf.

Der Innenhof war völlig zugemüllt, Futterdosen und Kotreste verdreckten das Areal.

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Mittendrin lebten die vernachlässigten Tiere, einige von ihnen in Käfigen, wie das Tierheim Köln-Dellbrück mitteilte.

Die Mitarbeiter wurden durch die Handwerker verständigt. Sie rückten zusammen mit Vertretern des Veterinäramtes einen Tag nach dem Fund an.

"Was unsere Kolleginnen und Kollegen dort erlebten, werden sie wohl so schnell nicht wieder vergessen: Das komplette Haus war mit Unrat und Exkrementen verdreckt, es stank bestialisch nach Kot und Urin, überall befanden sich Käfige mit Hunden", berichtete das Tierheim.

Die Rettung kostete Nerven: "Die Besitzerin, sichtlich überfordert, leistete keinen Widerstand und sah zu, wie wir und Kollegen eines weiteren Tierheims die Hunde und Katzen nach und nach einfingen und einpackten. Unsere zehn Katzen und neun Hunde stammen alle aus dem Ausland - hier ist wohl jemandem das Thema Auslandstierschutz mächtig über den Kopf gewachsen." Weitere Tiere wurden in einem anderen Tierheim untergebracht.

Die Hunde seien teilweise sehr verängstigt. "Die Tiere wurden vor Ort übereignet - was aber auch heißt, dass wir die Tierarzt- und Unterbringungskosten alleine tragen."

Das Tierheim bittet um Spenden: "Falls Ihr uns bei den Tierarztkosten ein bisschen helfen möchtet, wir freuen uns sehr über jeden Euro."

Volksbank Köln Bonn eG IBAN: DE21380601867113049019, BIC: GENODED1BRS Stichwort: "Gerettet"

Das Tierheim Köln-Dellbrück

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es das Tierheim im Kölner Stadtteil Dellbrück. Rund 20 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung und Vermittlung von Haustieren. Pro Jahr werden etwa 2000 Tiere vermittelt. Als privater Verein finanziert sich das Tierheim nach eigenen Angaben durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften.

Wer ein Tier übernehmen möchte, muss einige Dinge beachten. Neben einem persönlichen Gespräch gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Je nach Tier fällt eine unterschiedlich hohe Schutzgebühr an, mit der die Kosten für die Unterbringung und die tierärztliche Untersuchung zum Teil gedeckt werden. Während der Corona-Pandemie gelten besondere Regeln.

Titelfoto: Facebook/Tierheim Köln Dellbrück

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