Heilige Haustiere: Hier werden in Deutschland Hunde mit Weihwasser gesegnet!

Osnabrück - Wasserscheu durften die rund 50 Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen am Samstag vor dem Osnabrücker Dom nicht sein!

Bei ihrer Segnung ließen die Fellnasen die Gelegenheit nicht aus, sich gegenseitig zu beschnuppern.
Bei ihrer Segnung ließen die Fellnasen die Gelegenheit nicht aus, sich gegenseitig zu beschnuppern.  © Friso Gentsch/dpa

Diakon Carsten Lehmann hat bei seiner Tiersegnung nicht mit geweihtem Wasser gespart. Bei bestem Wetter besprengte er die Tiere zum Segensspruch "Der Herr segne und behüte euch!"

Der ein oder andere Hund inspizierte zunächst neugierig das Aspergill, ein liturgisches Gerät, das zum Besprengen genutzt wird.

Als es ans Segnen mit Weihwasser ging, waren die Vierbeiner mitunter etwas verschreckt. Am Samstag war auch Welthundetag. Hintergrund der Segnung ist aber der Gedenktag an den Heiligen Franz von Assisi, der normalerweise am 4. Oktober begangen wird.

Der Heilige ist Gründer des Franziskanerordens und Schutzpatron der Tiere.

Tiersegnungen haben lange Tradition

Diakon Carsten Lehmann segnet zwei Hunde mit einem Aspergill und Weihwasser.
Diakon Carsten Lehmann segnet zwei Hunde mit einem Aspergill und Weihwasser.  © Friso Gentsch/dpa

Seit 1931 ist der 4. Oktober internationaler Welt-Tierschutztag. Erste Tiersegnungen gab es aber schon im 17. Jahrhundert. Damals wurde Nutztieren der Segen Gottes gespendet.

Denn vom Wohlergehen der Tiere hing auch das Überleben der Menschen ab.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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