"Ein schleichender Tod": Tierpark Hellabrunn steht vor dem Aus!

München - Dem Münchner Tierpark Hellabrunn droht nach Angaben des Chefs Rasem Baban wegen der Corona-Krise die Pleite. 

Noch mehr schlechte Nachrichten: Orang-Utan-Weibchen Matra starb im März mit 44 Jahren an Herzversagen. (Archiv)
Noch mehr schlechte Nachrichten: Orang-Utan-Weibchen Matra starb im März mit 44 Jahren an Herzversagen. (Archiv)  © Joerg Koch/Tierpark Hellabrunn/dpa

"Wenn wir jetzt nicht mehr Besucher reinlassen dürfen, muss ich Ende September Insolvenz anmelden", sagte er der "Bild" am Mittwoch. 

Mit den neuen Auflagen dürfe er täglich nur 4400 Besucher auf das Gelände lassen. 

"Das bleibt ein schleichender Tod und sehr enttäuschend", sagte Baban. Es würden auch die Besucher gezählt, die keinen Eintritt bezahlen wie kleine Kinder oder Jahreskartenbesitzer. 

"Ohne Hilfe müssen wir im September als Erstes unsere Löwen abgeben. Ausgerechnet das Wappentier des Freistaates. Das kann doch nicht wahr sein!"

Der Tierpark habe tägliche Kosten in Höhe von 50.000 Euro, sagte der Leiter. "Wie sollen wir die verdienen?" Um zu überleben, brauche der Tierpark 8600 Besucher täglich. 

"Wir bitten um fünf Quadratmeter pro Besucher. Das reicht an der frischen Luft doch absolut aus, die meisten sind eh Familien, die keinen Abstand halten müssen."

Titelfoto: Joerg Koch/Tierpark Hellabrunn/dpa

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