"Hormoneller Ausnahmezustand!" Leipziger Bulle Voi Nam muss von Herde getrennt werden

Leipzig - Ende September erst wurde die Elefantenherde im Leipziger Zoo durch fünf Neuankömmlinge aus Berlin komplettiert (TAG24 berichtete), nun muss ein Familienmitglied zumindest vorübergehend die Köfferchen packen - Bulle Voi Nam kommt aktuell nicht mit dem Frauenüberschuss in seiner Nähe klar...

Voi Nam strolcht alleine durch sein Gehege.
Voi Nam strolcht alleine durch sein Gehege.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

Wie Tierpfleger Thomas Günther den Zuschauern von "Elefant, Tiger und Co" zeigen konnte, ist Voi Nam aktuell im Ausnahmezustand unterwegs und wurde deshalb zumindest räumlich vom Rest der Herde getrennt.

"Wir mussten die Mädels ein bisschen in Schutz nehmen, weil seine Schläfendrüsen anfangen zu laufen. Das ist quasi sehr viel Testosteron, das er gerade ausscheidet - Voi Nam befindet sich in der Musth", erklärt Günther.

Die Musth findet bei Elefantenbullen nach der Pubertät etwa einmal im Jahr statt und beschreibt eine Zeitspanne, in der die Dickhäuter sich wegen eines enormen Testosteronschubs fortpflanzen wollen.

Und nicht nur das.


Der Rest der Elefantenherde wurde von Voi Nam getrennt.
Der Rest der Elefantenherde wurde von Voi Nam getrennt.  © Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

Erhitzter Zustand: Voi Nam muss "runtergekühlt" werden!

"In der Zeit sind die Bullen zu nichts zu gebrauchen, haben Kopfschmerzen, fressen nichts, sind aggressiv und gefährlich für die Weibchen und Pfleger", warnt Thomas Günther. Zu erkennen ist die Musth neben den aktiven Schläfendrüsen auch an den schmalen Augen, einem permanent träufelnden Penis und intensivem Eigengeruch.

"Das riecht man schon von Weitem, wie ein Ziegenbock, nur 20 Mal schlimmer", beschreibt der Tierpfleger den unpässlichen Zustand seines Schützlings.

Die älteren Elefantenkühe im Nachbargehege sind das Musth-Verhalten bereits gewöhnt und halten sich möglichst fern von Voi Nam. Um dem 18-jährigen Bullen den vorübergehenden Zustand erträglicher zu machen, hilft laut Thomas Günther nur eins:

"Sprichwörtliches Runterkühlen mit kaltem Wasser!"

Titelfoto: Screenshot MDR/ "Elefant, Tiger und Co"

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