Horror auf den Watteninseln: Dutzende tote Schweinswale angespült

Schiermonnikoog - Dutzende tote Schweinswale sind auf den niederländischen Watteninseln angespült worden und versetzen Umweltschützer in Sorge.

Dutzende Schweinswale sind auf den niederländischen Watteninseln angespült worden und versetzen Umweltschützer in Sorge.
Dutzende Schweinswale sind auf den niederländischen Watteninseln angespült worden und versetzen Umweltschützer in Sorge.  © Rob Knoeff/RTZ/dpa

Die hohe Zahl toter Wale sei sehr ungewöhnlich und die Ursache noch nicht bekannt, teilte die niederländische Naturschutzorganisation "Natuurmonumenten" mit. Einige der Wale seien zur Untersuchung zur Universität Utrecht gebracht worden, wo unter anderem der Gesundheitszustand und der Mageninhalt der Tiere untersucht werde.

Über die Ursache werde viel spekuliert, sagte Naturaufseherin Cynthia Borras. Es könne sich um eine Epidemie unter den Schweinswalen handeln. Andererseits werde gerade im Wattenmeer an einem Windturbinenpark gearbeitet und es habe vor kurzem eine internationale Aktion der Marine zur Beseitigung alter Munition im Wattenmeer begonnen.

Beides könnte das Leben der Wale demnach beeinträchtigen. "Ich wohne schon seit 15 Jahren auf Schiermonnikoog, aber so etwas habe ich noch nicht mitgemacht", sagte Borras.

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"Man findet mal einen toten Seehund oder toten Schweinswal am Strand, aber so viele Tiere auf einmal, das ist außergewöhnlich und besorgniserregend."

Ist die Sprengung von Munition Ursache des Walsterbens?

Die Ursachen des Walsterbens sind noch nicht ganz klar.
Die Ursachen des Walsterbens sind noch nicht ganz klar.  © Andreas Reuland/Schweinswale e.V./dpa

Wie die Naturexpertin sagte, handelt es sich um ausgewachsene Wale mit einer Länge von 1,40 bis 1,70 Metern, die bereits stark verwest seien. Wahrscheinlich seien die toten Tiere bereits länger im Meer gewesen und dann von starkem Wind ans Ufer getrieben worden.

In Deutschland sorgt sich die Vorsitzende des Vereins Schweinswale, Denise Wenger, um die Ursachen des Walsterbens.

"Etliche Wale auf den Fotos wiesen Hämatome und für Fraßspuren untypische Hautdefekte auf. So war mein erster Gedanke, dass das eine Folge von Altmunitionssprengung sein könnte."

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Die hohe Zahl verendeter Wale spreche dafür, dass bei den aktuellen Minensprengungen keine Maßnahmen zum Schutz der Tiere vor dem tödlichen Schalldruck getroffen wurden.

Titelfoto: Rob Knoeff/RTZ/dpa

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