Hühner statt Schüler: Aus Schule wird Hühnerfarm

Kirinyaga (Kenia) - Not macht bekanntlich erfinderisch: Eine Schule in Kirinyaga in Kenia ist wegen der Coronavirus-Pandemie von der Erziehung von Schülern zur Erziehung von Hühnern übergegangen.

In der Mwea Brethren School werden statt Kinder jetzt Hühner unterrichtet.
In der Mwea Brethren School werden statt Kinder jetzt Hühner unterrichtet.  © Moses Ndungu/AP/dpa

Die Situation sei "eine Katastrophe, was die Bildung angeht", sagte die Besitzerin der ungewöhnlichen Hühnerfarm, Beatrice Maina. 

In ihrer Mwea Brethren School werden normalerweise mehr als 300 Kinder unterrichtet. Sie hat 20 Vollzeitlehrkräfte. Doch diese sind inzwischen alle nach Hause geschickt worden.

Lehrkräfte versuchen, auf andere Weise zu Geld zu kommen, nachdem der Unterricht in Kenia bis Januar abgesagt wurde. Privatschulen sind laut eigener Aussage besonders schwer betroffen.

Mehr als 300.000 Mitarbeiter befinden sich bis zur Wiedereröffnung von Schulen größtenteils im unbezahlten Urlaub, wie der Geschäftsführer des kenianischen Verbands von Privatschulen, Peter Ndoro, sagte. Schulen sind seit März geschlossen.

Auf den entsprechenden Tafeln von Maina sind inzwischen Notizen zu Hühnern zu lesen. Dort werden die Tage der Entwurmung und Datenmaterial für die Fütterung festgehalten.

Kollegen von Maina sind in anderen Geschäftsfeldern tätig geworden. "Ich hoffe, dass selbst meine Lehrer noch etwas tun, weil das Leben weitergehen muss", sagte Maina.

Titelfoto: Moses Ndungu/AP/dpa

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