Hund wird mit grausamer Notiz ausgesetzt: "Er hat nicht gelernt, gut zu sein"

Upchurch -  Die grausame Notiz, die sich an einem ausgesetzten schwarzen Labrador befand, bricht vielen Menschen im Netz das Herz und macht sie zugleich wütend. Dahinter steckt eine traurige Geschichte.

So fanden die Retter den angeketteten Vierbeiner vor.
So fanden die Retter den angeketteten Vierbeiner vor.  © Facebook/Bildmontage/swalestraydogs

Hechelnd, wohlgenährt und gut gepflegt blickt der rund 15 Jahre alte Labrador in die Kamera. Er ist an einem Metalltor vor einem Geschäft mit Heimtierbedarf in einem kleinen Vorort in England angekettet. Erst auf den zweiten Blick bemerkt man: Er wurde ausgesetzt. Sein Besitzer wird ihn nicht wieder abholen.

Mitarbeiter eines Dienstes für streunende Hunde fanden den Vierbeiner einsam und verlassen vor dem Metalltor. Obwohl er sich in einem sehr guten Zustand befand, machte der handgeschriebene Zettel, der bei ihm lag, seine Retter sprachlos.

Höflich formuliert bittet der Besitzer zunächst, dass man sich um den Labrador kümmern solle. Doch die nachfolgende Zeile hat es in sich. "Mein Halter hat mich ausgesetzt, weil ich nach zehn Jahren nicht gelernt habe, gut zu sein. Daher hat er mich zu dem Ort gebracht, wo er mich damals fand." 

Schließlich bedankt sich der Schreiber des Textes abermals für die Versorgung des Hundes und entschuldigt sich für die "Umstände." Die Retter fanden schnell heraus, dass der Vierbeiner bereits 15 Jahre alt war. Sie posteten Fotos von ihm auf Facebook und baten die User, sein Herrchen oder Frauchen ausfindig zu machen. Sie wollten verstehen, was dazu geführt hatte, den Labrador aufzugeben.

Denn obwohl es definitiv nicht in Ordnung ist, ein Haustier einfach anzubinden und alleine zu lassen, machte das Vorgehen viele stutzig. Denn der Vierbeiner war über zehn Jahre der treue Begleiter eines Menschen gewesen und war offensichtlich gut gepflegt worden. Auch sein Verhalten war nicht auffällig.

Facebook-Post des Swale Borough Council Stray Dog Service zum ausgesetzten Hund

Ein User bringt es auf dem Punkt: "Geht es seinem Besitzer eigentlich gut? Es ist nicht logisch, sich über zehn Jahre um einen Hund zu kümmern und ihn dann an einem sicheren Ort auszusetzen."

Der Facebook-Post erhielt schnell große Aufmerksamkeit. Die Menschen riefen dazu auf, den Besitzer nicht zu schnell zu verurteilen, da es "schwierige Zeiten sind". Jedoch betont jeder, dass es keine Lösung ist, Haustiere einfach irgendwo anzuketten und sie sich selbst zu überlassen. Viele Menschen boten an, sich um den älteren Vierbeiner zu kümmern. 

Der Hundebesitzer wurde schließlich gefunden

Nur wenige Tage später hatten seine Retter eine wichtige Neuigkeit. Sie hatten den Besitzer ausfindig gemacht! In einem Update des ursprünglichen Posts schrieben sie, dass es "nicht so ist, wie es aussieht". Die Familie des Eigentümers des Hundes wusste nichts von dessen Plänen, sein treues Haustier aufzugeben. Sie haben ihn nun in seine Obhut genommen, da sie "ihn kennen und lieben."

Das stiftete nur noch mehr Verwirrung in der Community. Weshalb fragte der Besitzer nicht erst seine Familie, die sofort gewillt war, den Labrador aufzunehmen? Die staatliche Tierorganisation äußerte sich nicht weiter zu dem Vorfall. Letztlich wissen wir, dass er weiterhin bei einem Teil der Familie bleiben wird, die er kennt. Sie wird sich in seinen letzten Lebensjahren hoffentlich gut um ihn kümmern.

Titelfoto: Facebook/Bildmontage/swalestraydogs

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