Chinesische Provinz verabschiedet kurioses Hunde-Gesetz: Shitstorm!

Weixin - Was haben sich die Behörden der chinesischen Provinz Yunnan nur dabei gedacht? Aufgrund eines ungewöhnlichen Hunde-Gesetzes hagelte es heftige Kritik in den sozialen Medien.

Chinesen lieben ihre Haustiere. Umso verständlicher ist es, dass sie nicht zu Hause mit ihnen eingesperrt sein wollen. (Symbolbild)
Chinesen lieben ihre Haustiere. Umso verständlicher ist es, dass sie nicht zu Hause mit ihnen eingesperrt sein wollen. (Symbolbild)  © twinsterphoto/123RF

Die Behörden im Kreis Weixin hatten es nur gut gemeint. Denn in letzter Zeit hatten sich immer mehr und mehr Menschen über das Verhalten ihrer Mitbürger beschwert.

Der Grund: So manch ein Chinese ließ seinen Hund einfach frei statt an der Leine herumlaufen, was angesichts des Temperaments einiger Vierbeiner für chaotische Szenen auf den Straßen sorgte.

Andere beschwerten sich ebenso über liegen gebliebene und nicht entsorgte Hundehaufen. Angeblich sollen sogar Reinigungskräfte von Hundehaltern angefeindet oder verspottet worden sein.

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Die Reaktion der Behörden: Ein Richtlinien-Erlass, der das Gassi gehen komplett verbietet und allen Tierbesitzern vorschreibt, ihre Hunde ab sofort zu Hause zu lassen. Bei Zuwiderhandlung würden saftige Geldstrafen drohen.

Wie der Guardian berichtet, schoss das neue Gesetz deutlich übers Ziel hinaus. In mehreren sozialen Netzwerken gab es zum Teil heftige und äußerst wütende Gegenreaktionen.

Mit dem Hund nicht mehr raus gehen dürfen? Chinesen protestieren gegen kuriosen Gesetzeserlass

Die lokalen Behörden in Yunnan reagierten prompt und versprachen eine Abmilderung der Richtlinien, die nun feste Zeiten fürs Gassi gehen oder Ähnliches vorsehen könnten.

Um dem Ärger mit den vielen Haustieren und deren zum Teil ignoranten Besitzern zusätzlich gerecht zu werden, brachte ein hochrangiger Lokalpolitiker bereits eine mögliche Ein-Hund-Regel ins Gespräch.

Titelfoto: twinsterphoto/123RF

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