Einäugiger Hund musste jahrelang für Taten des Besitzers mit büßen

Köln - Husky-Dame Kenza zählt zu den Hunden, mit denen es das Schicksal bislang nicht gut meinte. Die Fellnase hatte mit ihrem Besitzer ziemliches Pech gehabt, denn der versorgte die Hündin nicht gut. Nun sitzt Kenza im Tierheim - und hofft auf eine Wendung des Schicksals.

Husky-Dame "Kenza" war in keinem guten Zustand, als sie ins Tierheim nach Köln-Dellbrück kam.
Husky-Dame "Kenza" war in keinem guten Zustand, als sie ins Tierheim nach Köln-Dellbrück kam.  © Instagram/tierheim_dellbrueck (Bildmontage)

Am Mittwoch berichtete das Tierheim Köln-Dellbrück bei Instagram über den neuesten Zuwachs auf vier Pfoten und wie die einäugige Husky-Dame den Weg in die Einrichtung gefunden hatte.

"Mit ihren zehn Jahren hat Kenza schon ganz schön viel Mist erlebt. Ihr Besitzer war mehrfach inhaftiert, unter anderem musste sie mal zwei lange Jahre in einem französischen Tierheim auf seine Entlassung warten", berichteten die Pfleger von der schwierigen Vergangenheit des Vierbeiners.

Nun sei die Hündin aber "glücklicherweise übereignet worden, sodass sie nicht wieder für ihn mit büßen" müsse.

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Wie die Mitarbeiter den rund 39.000 Instagram-Fans schilderten, war der Hund bei seiner Ankunft in einem alles andere als guten Zustand.

Als das Tierheim Kenza übernahm, war sie derart stark übergewichtig, dass ihr Geschirr sich regelrecht ins Fell geschnitten hatte, wie ihre Pfleger berichteten.

Doch damit nicht genug, denn zudem litt die Fellnase auch noch an einem schmerzhaftem Glaukom (Anm.d.Red.: Grüner Star), das nie tierärztlich behandelt worden war. "Unserer Tierärztin blieb nichts übrig, als ihr Auge zu entfernen", erklärten Kenzas Pfleger.

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Husky-Dame "Kenza" sitzt derzeit im Tierheim in Köln-Dellbrück und wartet auf neue Besitzer.
Husky-Dame "Kenza" sitzt derzeit im Tierheim in Köln-Dellbrück und wartet auf neue Besitzer.  © Instagram/tierheim_dellbrueck (Bildmontage)

Inzwischen hat der Hund sich nicht nur gut von dem Eingriff erholt, sondern sich auch mit seinem Handicap arrangiert.

"Sie scheint mit ihrer eingeschränkten Sehkraft glücklicherweise kein großes Problem zu haben und hat sich inzwischen prima bei uns eingelebt", freuten sich die Mitarbeiter des Tierheims über Kenzas Genesung.

Nun soll der Husky endlich die Chance bekommen, in ein besseres Leben zu starten. Die Pfleger sind auf der Suche nach einem neuen Zuhause für die zehnjährige Hündin und wünschen sich liebe Menschen, die sich gut mit nordischen Hunden auskennen.

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Wer die schöne Hündin kennenlernen möchte, kann über die Website des Tierheims Kontakt zu den Mitarbeitern aufnehmen.

Vor der Übernahme eines Tieres müssen allerdings einige Dinge beachtet werden: Neben einem persönlichen Gespräch gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Titelfoto: Instagram/tierheim_dellbrueck (Bildmontage)

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