"El Chapo braucht Hilfe!": Ukrainischer Flüchtlingshund leidet jeden Tag an seiner Überzüchtung

Köln – Wieder einmal muss sich das Tierheim Bergheim bei Köln um einen schwerkranken Patienten kümmern: El Chapo aus der Ukraine hat so viele angezüchtete Defizite, dass eine Operation unumgänglich ist.

Mit seinen ungleichen Augen eroberte El Chapo die Herzen der Tierheim-Mitarbeitenden.
Mit seinen ungleichen Augen eroberte El Chapo die Herzen der Tierheim-Mitarbeitenden.  © Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

Vor einigen Wochen sorgten sich die Pflegerinnen und Pfleger im Tierheim um den "kaputtgezüchteten" Rüden Scotty. Die Bulldogge litt unter all seinen Fehlbildungen und landete im Tierheim, nachdem er seine Besitzerin offenbar gebissen hatte.

Dort angekommen, löste er großen Schock bei den Mitarbeitenden aus. Es wurde nicht lang überlegt und Scotty wurde in mehreren Operationen geholfen und kann seitdem ein etwas entspannteres Leben führen.

Gleiches soll nun auch für El Chapo organisiert werden. "El Chapo ist mit seiner Familie aus der Ukraine geflüchtet und da sie ihn nicht mit in ihre Unterkunft nehmen konnten, ist er vorübergehend bei uns", beginnt das Tierheim die Geschichte des American Bullys zu erzählen.

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Dass es dem Rüden nicht gut geht, sehe man auf den ersten Blick, so das Tierasyl auf seiner Instagram-Seite.

El Chapo hofft auf großzügige Spenden

Atem- und Schluckprobleme: El Chapo leidet jeden Tag

In der kommenden Woche soll El Chapo bereits operiert werden.
In der kommenden Woche soll El Chapo bereits operiert werden.  © Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

"Rassebedingt hat er schlimme Atem- und Schluckprobleme, sein ganzer Körper pumpt, wenn er sich aufregt und er übergibt sich oft nach dem Fressen", beschreiben die Mitarbeitenden den tragischen Zustand des Vierbeiners.

Vermutlich wird auf ihn das Gleiche zukommen, wie auf seinen ebenfalls überzüchteten Kollegen Scotty: CT, Kürzung des Gaumensegels und OP an der Nasenfalte. "Das ist zwar nochmal eine große Portion Stress für den sechsjährigen Bully, aber sein jetziger Zustand ist eine einzige Qual", stellt das Tierheim fest. "Er freut sich immer so sehr, wenn er uns sieht, aber sobald er sich aufregt, kriegt er kaum noch Luft. Das soll sich jetzt ändern!"

Leider kostet eine Operation beim Tierarzt viel Geld. Geld, welches das Tierheim nicht ohne Hilfe aufbringen kann. Schon bei Scotty wurde die Werbetrommel gerührt, um Spenden zu sammeln. Das klappte so gut, dass das Tierheim es noch einmal auf diese Weise probieren möchte.

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Für den kommenden Samstag plane das Asyl bei Köln sogar eine Spendenaktion. Bis dahin sei es aber auch möglich, über ein Spendenkonto ein paar Euros zu überweisen.

Viele Fans versprechen El Chapo Hilfe und überwiesen bereits wenige Stunden nach Veröffentlichung des Postings Geld.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/tierheim_bergheim

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