Hund auf Müllkippe entdeckt und ins Tierheim gebracht: Findet er jetzt ein neues Zuhause?

Gelnhausen - Trauriger kann das Leben eines Welpen wohl kaum starten: Vierbeiner Evims Mutter wurde in seinem Geburtsland Rumänien von einem Auto totgefahren. Danach kam er in eine Pflegestelle nach Deutschland, von der aus er vom Tierheim im südosthessischen Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis übernommen wurde. Mit ein wenig Glück könnte sein schwieriger Start in diese Welt doch noch einen schönen Verlauf nehmen.

Evims Mutter wurde in Rumänien von einem Auto totgefahren. Er und seine Geschwister wurden nach Deutschland gebracht, nachdem man sie auf einer Müllkippe fand.
Evims Mutter wurde in Rumänien von einem Auto totgefahren. Er und seine Geschwister wurden nach Deutschland gebracht, nachdem man sie auf einer Müllkippe fand.  © Montage: Tierheim Gelnhausen

Das Ableben seiner Mutter war für Evim und seine Geschwister keineswegs der Höhepunkt der Traurigkeit. Denn als die kleinen Fellnasen in Rumänien - wohl eher durch Zufall - entdeckt wurden, hausten die Hundebabys ohne jede Hilfe auf einer Müllkippe.

Von dort aus führte ihr Weg glücklicherweise in bessere Umstände. Von einer nahegelegenen Pflegestelle ging es für Evim und seine Geschwisterchen schließlich nach Gelnhausen, wo sie so viel Liebe und Zuneigung sowie gleichzeitig die notwendige medizinische Versorgung erhalten.

Besonders der erst rund drei Monate alte Mischlingshund zeigte dabei mittlerweile Verhaltenseigenschaften, die ihn für seine jetzigen Betreuer überaus liebenswert machten. Zudem falle Evim besonders durch eine entspannte und extrem ruhige Art auf - und das trotz seines jungen Alters.

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Diese äußere sich beispielsweise darin, dass er schon längst an einem ruhigen Fleck - am liebsten in der Sonne - verharre, während seine Artgenossen noch wild beim Toben, Bellen und Spielen seien.

Dennoch ist Evim - welpentypisch - überaus neugierig und verspielt und genießt die Aufmerksamkeit, die man ihm schenkt, in vollen Zügen. Der weiße Wonneproppen ist bereits kastriert und kann im Verlaufe seiner Entwicklung eine mittelgroße bis große Größe erreichen, da er Anteile eines Herdenschutzhundes in sich trägt.

Neue Corona-Maßnahmen machen auch Arbeit und Besuch im Tierheim schwieriger

Wer Interesse daran hat, Evim aufzunehmen, der sollte darauf achten, dass Kinder, die eventuell im Haushalt leben, bereits etwas älter sind. Darüber hinaus könnte sich der Vierbeiner mit Katzen gut verstehen und eignet sich definitiv auch als Zweithund.

Trotz der neuen Corona-Verordnungen kann das Tierheim in Gelnhausen, wie auch viele andere Tierasyle, immer noch besucht werden. Das Tragen einer Maske und die Einhaltung der geltenden Regeln seien dabei jedoch unabdingbar. Um die Tiere jedoch nicht weiter zu beunruhigen, dürfen bei einem Rundgang um die Hundezwinger die Masken abgenommen werden.

Interessenten für den kleinen Evim können sich unter der Rufnummer 06051/2550 oder per E-Mail an das Tierheim in Gelnhausen wenden.

Titelfoto: Montage: Tierheim Gelnhausen

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