Mann setzt seinen Hund aus, Vierbeiner wartet vergebens auf seine Rückkehr

Oklahoma - Hunde gelten als die treusten Weggefährten des Menschen. Diese wiederum zeigen sich des Öfteren als besonders gefühlskalt. Eine Überwachungskamera im US-amerikanischen Oklahoma fing nun Bilder ein, die genau das dokumentieren - und es rührt zu Tränen. 

Der kleine Rocket wurde Opfer einer traurigen Tat.
Der kleine Rocket wurde Opfer einer traurigen Tat.  © Screenshot/Facebook Oklahoma Alliance for Animals

Inmitten der Coronavirus-Pandemie sehen sich urplötzlich einige Menschen existenziellen Nöten ausgesetzt. Angestellte verlieren ihre Jobs, geglaubte Sicherheiten wie auf einen Schlag beinahe pulverisiert.

Gerade die Amerikaner trifft das Virus in dieser Hinsicht enorm hart. Denn der Shutdown und die damit einhergehende Entlassungswellen stellt die Menschen urplötzlich vor riesige Probleme. 

Anders als etwa in Deutschland, gibt es in den USA nämlich kaum ein nennenswertes soziales Auffangbecken. Und wenn das Geld in den Kassen fehlt, muss man an allen Ecken und Enden sparen. 

Jedoch ist all das keine Entschuldigung für das, was ein Hundebesitzer aus Oklahoma Anfang der Woche getan hat.

Irgendwo im Nirgendwo, an einem Abzweig der 66th Street North, ließ ein Mann seinen Hund einfach stehen. Wie eine Überwachungskamera festhielt, ließ er seinen Vierbeiner einfach aus seinem PickUp und fuhr anschließend wieder weg. 

Ausgesetzt, herzlos und wohl ohne Skrupel. Der kleine Rocket hat nicht so recht verstanden, was soeben passiert war. Sein Herrchen hat ihn einfach im Stich gelassen und sich selbst überlassen. 

Und er? Er legte sich brav hin und wartete geduldig.

Diszipliniert brachte er Stunde um Stunde um, in dem Glauben, sein "Rudelführer"kommt ganz bald wieder.

Treuer Rocket wartet neun Stunden auf den Mann, der ihn im Stich ließ

Ganze neun Stunden verharrte er, bis er schließlich gerettet wurde - doch nicht von dem Mann, der ihn so herzlos aussetzte, sondern von der Oklahoma Animal Alliance.

"Das ist absolut nicht in Ordnung. Ein armes wehrloses Tier mitten im Nirgendwo abzuladen und wegzufahren, ist grausam", schrieb diese dann am Sonntag auf Facebook und fuhr fort: "Wir verstehen zwar, dass Menschen aufgrund von COVID Schwierigkeiten haben, sich um ihre Haustiere zu kümmern, aber es gibt hier Anlaufstellen und Organisationen, die helfen können, darunter auch wir."

Das Glück des kleinen Rocket war tatsächlich, dass er im Blickwinkel der Überwachungskamera ausgesetzt wurde und man somit die ganze Szene inklusive Koordinaten auf Band hatte. 

Wer weiß, wie er verendet wäre, gäbe es diese Kamera an diesem Standort nicht.

Rocket ist wohlauf und sucht neue Besitzer

Hier der kleine Rocket im Truck nach seiner Rettung.
Hier der kleine Rocket im Truck nach seiner Rettung.  © Screenshot/Facebook Oklahoma Alliance for Animals

Nachdem man Rocket rettete, brachte man ihn zunächst zur Organisation und kümmerte sich um ihn. 

Der Mann wurde nach kurzer Fahndung inzwischen ausfindig gemacht.

Das Sheriff-Büro des Bezirks Tulsa teilte dies am Dienstag in einem Facebook-Posting mit.

Bleibt zu hoffen, dass Rocket schon bald eine Familie bekommt, die ihn liebevoll aufnimmt.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Oklahoma Alliance for Animals

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