Hund in heißem Auto eingesperrt, doch dann passiert etwas Rätselhaftes

Worms - Es ist ein fataler Fehler, den leider immer wieder einige Hundehalter begehen: Bei sommerlichen Temperaturen lassen sie ihr Haustier im geparkten Auto zurück. Für die Vierbeiner kann dies zu einer sehr großen Gefahr werden, denn ein stehendes Auto in der Sommersonne heizt sich in kurzer Zeit immens auf.

Es kommt immer wieder vor, dass Hunde bei hohen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden (Symbolbild).
Es kommt immer wieder vor, dass Hunde bei hohen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden (Symbolbild).  © 123RF/mariakomar

Im rheinland-pfälzischen Worms kam es am Montag gegen 17 Uhr abermals zu einer derartigen Situation, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Die 56 Jahre alte Halterin des Tieres hatte mit ihrem Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums geparkt. Sie war zum Einkaufen in das Zentrum gegangen, ihr Haustier ließ sie in dem abgeschlossenen Wagen zurück.

Es war ein sonniger Sommertag, die Temperatur war bei 26 Grad: Das Auto begann sich aufzuheizen.

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Was nun in dem Auto weiter geschah, ist unbekannt. Sicher ist aber, dass eine Fußgängerin auf den Wagen aufmerksam wurde, weil die Alarmanlage des Autos immer wieder losging.

Die Frau sah aufgrund der Alarmsignale nach und entdeckte das eingesperrte Tier. Sie reagierte genau richtig und alarmierte die Polizei.

Die Beamten ließen die Hundehalterin in dem Einkaufszentrum ausrufen. Schon kurz darauf war die 56-Jährige da und befreite ihr Haustier aus dem überhitzten Auto.

Ob das Anspringen der Alarmanlage ein zufälliger technischer Defekt war, oder ob der Hund etwas damit zu tun hatte, ist unklar – die Polizei in Worms konnte das Rätsel nicht abschließend lösen.

Mit der Überschrift "Hund im Auto gibt Alarm" legten die Ermittler einen möglichen Zusammenhang zwischen der Alarmanlage und dem Tier jedoch nahe.

Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Hundehalterin

"Gegen die Hundehalterin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet", berichtete ein Polizeisprecher abschließend.

Die Anzeige hat durchaus ihren Grund, auch wenn die 56-Jährige vermutlich ihrem Hund nicht absichtlich Schaden zufügen wollte. Laut der Tierrechtsorganisation Peta kann sich das Innere eines Autos an einem warmen Sommertag auf bis zu 70 Grad aufheizen.

"Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz für Hunde", heißt es auf der entsprechenden Website von Peta.

Titelfoto: 123RF/mariakomar

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