Hund muss fast verhungern, damit er keine Häufchen mehr macht

Sierra Leone - Hunde verhungern lassen, damit sie stubenrein werden? Eine afrikanische Tierschutzorganisation hat ein süßes Hündchen vor dieser bösartigen Erziehungsmethode gerettet.

Furchtbar dürr, verängstigt und von Wunden übersät: So wurde der arme "Mangosteen" gefunden. Heute geht es ihm zum Glück besser.
Furchtbar dürr, verängstigt und von Wunden übersät: So wurde der arme "Mangosteen" gefunden. Heute geht es ihm zum Glück besser.  © facebook.com/Compassionatepawsinternational

Manche Hundebesitzer gehen furchtbar mit ihren Vierbeinern um: Das beweist zum Beispiel der folgende Fall aus der Stadt Freetown in Sierra Leone. 

Die lokale Tierschutzorganisation "Compassionate Paws International" berichtet auf ihrem Facebook-Kanal von "Mangosteen", einem armen Hund, der gerade so vorm Verhungern gerettet werden konnte.

Im Juni entdeckten sie das damals fünf Monate alte Tier auf einer Baustelle. Es war an eine Schubkarre gekettet und hatte nicht mal genug Freiraum, um sich hinzulegen. Noch schlimmer war aber, dass sie das Hündchen vollkommen ausgehungert vorfanden, es bestand aus nicht viel mehr als Haut und Knochen.

Laut dem britischen "Daily Star" lieferte eine der Gründerinnen von "Compassionate Paws", Jasmin Johnson, die Erklärung für den dramatischen Zustand des Jungtiers. 

Ihr zufolge arbeitete der Besitzer von "Mangosteen" auf der Baustelle und behauptete, dass der Hund ständig überall Häufchen und Urin ablassen würde, deshalb hätte er ihn irgendwann angekettet.

Weil das Tier nie gelernt hatte, stubenrein zu sein, wollte der Mann es einfach aushungern lassen, damit es nicht mehr überall hinmachen würde. Zum Glück haben die Tierschützer das Ganze rechtzeitig entdeckt.

Inzwischen geht es dem armen Hündchen wieder bestens

Ein Arzt kümmerte sich noch vor Ort mit Jod um die Wunden des armen Hündchens. Dadurch wurde sein Fell ganz lilafarben und daher stammt auch sein Name: Denn "Mangosteen" kommt von der ebenfalls lilafarbenen Frucht der Mangostane-Pflanze.

Das Tier war offenbar so traumatisiert, dass es sich in der Nähe von Menschen immer auf den Boden fallen ließ und zur Verteidigung mit seinen schwachen Beinchen in die Luft trat.

Jasmin Johnson konnte den Besitzer überreden, ihr den kleinen "Mango" zu überlassen. Anschließend kümmerte sie sich wochenlang um den Kleinen, bis er wieder bei Kräften war und ausreichend zugenommen hatte.

Monate später berichten die Tierschützer nun via Facebook, dass "Mangosteen" eine neue Familie gefunden hat. Er war damals der erste Hund, den sie gerettet haben und sie wollen ihre Arbeit unbedingt fortsetzen.

Titelfoto: facebook.com/Compassionatepawsinternational

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