Hunde-Welpe rennt wie wild durch Garten und bricht zusammen: Was ist der Grund?

Eschwege - Der Drogen-Rausch beim Menschen ist in den meisten Fällen durchaus beabsichtigt und ist - je nach gewähltem Rauschmittel - mal mehr und mal weniger heftig. Wenn es jedoch ein kleiner Hunde-Welpe ist, der ohne jede Absicht vollkommen "High" ist, mag das für den ein oder andern unter Umständen lustig anmuten, kann jedoch schnell lebensgefährlich werden!

Der kleine "Al Capone" sei zunächst wie vom Blitz getroffen durch den heimischen Garten gerannt und dann zusammengebrochen (Symbolfoto).
Der kleine "Al Capone" sei zunächst wie vom Blitz getroffen durch den heimischen Garten gerannt und dann zusammengebrochen (Symbolfoto).  © 123rf/Mikkel

Genau das widerfuhr dem sechs Monate alten Zwergspitz-Welpen "Al Capone", der mit seinen Besitzern im hessischen Eschwege (Nordhessen) lebt. Anfang Oktober bemerkten diese, dass der Vierbeiner zunächst "wie ein Blitz durch den Garten gelaufen und danach zusammengebrochen", wie "Al Capones" Herrchen gegenüber der Werra Rundschau berichtete.

Umgehend suchte sie mit ihrem pelzigen Sprößling eine Tierärztin auf, die über den zwischenzeitlich besorgniserregenden Zustand des Tieres sagte: "Der Hund kam mit Erbrechen zu uns, er war im komatösen Zustand, konnte nicht mehr laufen und war apathisch."

Von nun an zählte jede Sekunde. Besonders hilfreich war es hierbei, dass den Besitzern des kleinen Wauwaus aufgefallen war, dass er auffällige Pilze aus dem Garten der Familie verputzt hatte. Eine App zur Identifikation von Pilzen brachte schließlich Gewissheit.

"Al Capone" hatte sich an dem überall im Garten wachsenden Spitzkegeligen Kahlkopf zu schaffen gemacht. 

Dieser wirkt psychedelisch und ist vergleichbar mit den Effekten, die die Droge LSD hervorrufen kann. Das Tier hatte schlichtweg eine Überdosis erlitten, hatte dabei aber Glück im Unglück.

Hunde-Welpe frisst in Eschwege giftige Pilze und bricht zusammen

In Absprache mit der Mainzer Giftzentrale wurden schnellstmöglich alle wichtigen Schritte eingeleitet, nach einer Nacht auf der Station der Tierarzt-Praxis, Infusion und viel Schonzeit, galt letztlich: Ende gut, alles gut! 

Eine Woche nach dem Vorfall bescheinigte ihm die behandelnde Tierärztin, dass "Al Capone" "fast wieder der Alte" sei.

Titelfoto: 123rf/Mikkel

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