7 Tipps für den hundefreundlichen Garten: So fühlen sich die Vierbeiner richtig wohl!

Deutschland - Wenn Ihr Hundebesitzer seid und einen eigenen Garten zur Verfügung habt, dann werdet Ihr wissen, was dieses Fleckchen Natur an Erholungswert haben kann. Doch damit Euer Garten wirklich hundefreundlich ist, gibt es einige Punkte zu beachten. Schließlich soll der Aufenthalt im Freien für Euch und Euren Vierbeiner so angenehm und bereichernd wie nur möglich sein. 

TAG24 hat 7 Tipps auf Lager, wie Ihr Euren Garten hundetauglich macht.

1. Freie Fläche zum Spielen und Toben

Hunde lieben es, ihre Energie beim Spielen und Herumrennen freien Lauf zu lassen.
Hunde lieben es, ihre Energie beim Spielen und Herumrennen freien Lauf zu lassen.  © Unsplash/Ron Fung

Egal ob Mops oder Schäferhund: Hunde, egal welcher Größe, brauchen Platz zum Laufen und Herumtoben. 

Aus diesem Grund hält jeder hundefreundliche Garten eine größere Grünfläche bereit, die keine unerwünschten Hindernisse in Form von Beeten oder Gartenmöbeln bietet.

Eine freie Grünfläche ist ideal, um mit dem Hund zu spielen, ihm Tricks beizubringen oder Suchspiele zu veranstalten. 

Um die Schäden auf dem Rasen klein zu halten, sollte man sich von vornherein für eine robuste Grassorte entscheiden, die nicht so sehr leidet, wenn Bello beim Herumflitzen doch einmal etwas über die Stränge schlägt. 

Auch spricht nichts dagegen, am Rand der Freifläche ein paar Sträucher oder Bäume zu pflanzen. Durch die Tierwelt, die sie anlocken, ergeben sich für die feine Hundenase spannende Duftspuren, die sie nur zu gerne verfolgt.

Auch lassen sich auf diesen kleinen "Schleichwegen" um die Pflanzen herum perfekt Leckerlis und Hundespielzeuge für ein Suchspiel verstecken. 

2. Sicherer Zaun zur Außenwelt

Der Zaun im Garten sollte für Bello unüberwindbar sein und keine Schlupflöcher bieten
Der Zaun im Garten sollte für Bello unüberwindbar sein und keine Schlupflöcher bieten  © Unsplash/Evelyn Dorey

Sicherheit ist natürlich das A und O bei einem Garten für Hunde. Aus diesem Grund darf ein ausbruchssicherer Zaun nicht fehlen. 

Der hundesichere Gartenzaun ist ausreichend hoch, gut im Boden verankert, robust und frei von Schlupflöchern. Auch sollten sich keine spitzen oder scharfen Elemente an dem Zaun befinden, damit es nicht zu Verletzungen kommt. 

Vergesst dabei nicht, dass einige Hunde stark zum Buddeln neigen oder sehr hoch springen können. 

In diesem Zusammenhang sollte man darauf achten, dass keine Möbel, Kisten oder sonstige Gegenstände als Leiter zum Überwinden des Zaunes genutzt werden. 

Besonders Acht geben sollte man vor allem bei Welpen und kleinen Hunden, dass der Hundezaun keine großen Löcher besitzt, durch die sie leicht ihren Kopf schieben und dann steckenbleiben könnten. 

Hecken allein sind hingegen ein sehr unsicherer Schutz, um den Hund am Türmen zu hindern. 

3. Platz zum Trinken und Planschen

Erfrischendes Wasser - egal ob aus dem Planschbecken oder Gartenschlauch - macht viele Hunde glücklich.
Erfrischendes Wasser - egal ob aus dem Planschbecken oder Gartenschlauch - macht viele Hunde glücklich.  © Unsplash/pj evans

Eine saubere Wasserquelle im Garten ist für Hunde ungemein wichtig. Sie sollte für den Vierbeiner gut zugänglich sein. 

Am einfachsten ist es natürlich, einen Napf mit sauberem Wasser an einem festen Ort (am besten im Schatten) zu platzieren. Das Wasser sollte man täglich wechseln, da sich anderenfalls Keime in der Schüssel sammeln, von denen der Hund krank werden kann. 

Wer es dekorativ etwas ansprechender mag, installiert einen kleinen Trinkbrunnen oder Bachlauf, aus dem der Hund nach Belieben trinkt. 

Bei wem der Platz im Garten ausreicht, kann auch über einen kleinen Hundepool bzw. ein Planschbecken nachdenken. Schließlich sind viele Hunde echte Wasserratten und genießen es, sich im Sommer etwas abzukühlen. Auch eine Plastikwanne gefüllt mit Wasser erfüllt oft schon diesen Zweck und macht die Fellnasen glücklich.

Man sollte jedoch die Finger von aufblasbaren Kinderpools lassen, da diese durch die scharfen Krallen und Zähne einfach zu schnell kaputt gehen. Besser ist da schon eine jener Sandmuscheln, die es für Kinder zu kaufen gibt. 

Wer einen Garten hat, den er regelmäßig mit dem Gartenschlauch bewässert, kann seinem Hund eine Freude machen. Viele Hunde haben ihren Spaß daran, in den Wasserstrahl zu beißen und unter dem kühlen Regen hindurchzulaufen.

4. Bereich zum Buddeln

Früher oder später packt jeden Hund einmal das Buddel-Fieber.
Früher oder später packt jeden Hund einmal das Buddel-Fieber.  © Unsplash/Alex Steyn

Jeder Hund ist verschieden, doch gibt es einige Artgenossen, die für ihr Leben gerne buddeln und im Dreck wühlen.

Damit die liebevoll gepflegten Beete nicht zum Ziel der Buddel-Attacke werden, tut man gut daran, dem Vierbeiner eine kleine Hundegrube in einer Ecke des Gartens zur Verfügung zu stellen. Diese kann man mit Sand, Rindenmulch, Laub oder lockerer Erde füllen.

Achtet darauf, dass die Grube mindestens doppelt so groß wie der Hund lang ist. Animiert gerade in der Anfangszeit aktiv den Hund dazu, seine Grabe-Aktivitäten in die Buddelgrube zu verlagern. 

Ziel sollte es sein, dass er seine Grube schon bald mit etwas Positivem verbindet und es für ihn keine Form der Bestrafung darstellt, weil er sich zuvor an unerwünschter Stelle zu schaffen gemacht hat.

5. Ecke zum Ausruhen mit Schatten

Einfach nur im Gras liegen und die Nase in die Luft halten - Für Hunde gibt's im Sommer wohl kaum was Schöneres.
Einfach nur im Gras liegen und die Nase in die Luft halten - Für Hunde gibt's im Sommer wohl kaum was Schöneres.  © Unsplash/Vincent van Zalinge

Nach einem langen Spaziergang oder einer ausgiebigen Spieleinheit ist selbst die größte Flitzpiepe irgendwann fix und fertig. 

Umso schöner ist es für Hunde, wenn sie in Eurem Garten ein ruhiges Fleckchen Erde finden, an dem sie alle Viere gemütlich von sich strecken können. 

Beachtet, dass der Vierbeiner trotz seiner Ruhephase immer noch möglichst nah an seinen Leuten dran sein und bloß nichts verpassen will. Plant daher einen Hundeplatz in Form einer Decke oder eines Körbchens in der Nähe Eurer Gartenmöbel oder neben Euch unter dem Baum ein. 

Schließlich gibt es für ihn nichts Schöneres, als die Zeit im Garten mit Herrchen und Frauchen gemeinsam zu genießen. 

Besonders im Hochsommer sollte man einen bequemen Platz im Schatten anbieten. Wenn gerade kein Baum als Schattenspender dienen kann, dann vielleicht ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel. 

6. Keine giftigen Pflanzen im Garten

Tulpen gehören ebenfalls zu den Pflanzen, die für Hunde giftig sind
Tulpen gehören ebenfalls zu den Pflanzen, die für Hunde giftig sind  © Unsplash/Serg B

Dieser Tipp richtet sich vor allem an Halter von sehr jungen Hunden und Welpen. 

Während erwachsene Hunde giftige Pflanzen meist gar nicht beachten und einen großen Bogen um sie herum machen, sieht das bei den jüngeren Spürnasen oft noch ganz anders aus. 

Besonders, wenn sich diese gerade im Zahnwechsel befinden, können Zweige, Blätter und Blumen auf Augenhöhe zu einer giftigen Verführung anmuten.

Giftige Pflanzen für Hunde sind:

  • Oleander
  • Efeu
  • Eibe 
  • Holunder
  • Robinie
  • Glyzinie
  • Goldregen
  • Buchsbaum
  • Blauer Eisenhut
  • Rhododendron 
  • Primeln

Hat man einige dieser Pflanzen im Garten, sollte man (junge) Hunde immer gut im Auge behalten oder im Zweifel eine Abgrenzung schaffen, sodass er nicht mehr an die Sträucher und Blumen herankommt. Womit bereits der letzte Tipp kommt.

7. Tabuzonen abgrenzen

"Du kommst hier nicht rein!" - Hunde müssen lernen, auch im Garten Tabuzonen zu respektieren
"Du kommst hier nicht rein!" - Hunde müssen lernen, auch im Garten Tabuzonen zu respektieren  © Unsplash/Hiro Takashima

Man sollte sich ruhig trauen, in seinem Garten Bereiche zu schaffen, zu denen der Hund keinen Zutritt hat. 

Das kann der Gemüsegarten oder das Gelände rund um den Swimming Pool oder Teich sein. 

Für Hund und Mensch wird das Zusammenleben im Garten einfacher und stressfreier, wenn die unerlaubten Bereiche gut sichtbar abgegrenzt werden. 

Das ist umso wichtiger, wenn gerade keine Aufsichtsperson dabei ist, und man sichergehen möchte, dass der Hund sich dennoch keinen Zutritt verschafft.

Als Abgrenzung geeignet sind niedrige Zäune, Hecken oder spezielle Beetabgrenzungen.  

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Gefahrenquellen für Hunde im Garten beseitigen

Da es potenzielle Gefahrenquellen im Garten leider viele gibt, seien zu guter Letzt die wichtigsten hier noch einmal erwähnt. Auf diese Weise kann man als Hundehalter/in noch besser vorsorgen und den Garten zu einem hundefreundlichen Spielparadies machen. 

  • 1. Vermeidet oder sichert Giftpflanzen vor jungen Hunden und Welpen.
  • 2. Lasst Gartengeräte nicht unachtsam auf dem Boden liegen, sondern verwahrt sie nach Gebrauch hundesicher (z.B. Rosenschere, Säge, Gabel & Spaten).
  • 3. Meidet Pestizide und Giftstoffe wie Schneckenkorn in Eurem Garten.
  • 4. Leicht zerbrechliche Deko solltet Ihr nur da verwenden, wo der Hund nicht ran kommt.
  • 5. Legt den Komposthaufen so an, dass er für Euren Hund unzugänglich ist.

Fazit - Hundefreundlicher Garten bietet Spaß und Erholung für Mensch & Tier

Wenn Ihr einen Hund sowie einen eigenen Garten habt, macht Ihr vieles sicher instinktiv richtig. Mit dem ein oder anderen Extra, wie einem eigenen Planschbecken oder einer Buddelgrube für Hunde kann man seinem Vierbeiner zudem eine besondere Freude machen. 

Bei allem Spiel und Spaß dürfen die Gefahren im Garten jedoch nicht aus dem Blick verloren werden. Bleibt daher aufmerksam und bessert gegebenenfalls die ein oder andere Schwachstelle zeitnah nach. 

Dann steht entspannten Stunden im Grünen nichts mehr im Wege.

Titelfoto: Unsplash/Ron Fung/TAG24-Fotomontage

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