Hunde-Babys leben wochenlang in Messie-Hölle, dann kommt die Rettung

Köln – Am Montag hat der Ordnungsdienst in Köln-Ehrenfeld 19 Dackel aus einem Messie-Haushalt befreit. Die Tiere sollen wochenlang in ihrem eigenen Kot und ohne frisches Wasser gelebt haben.

In Köln-Ehrenfeld wurden insgesamt 19 Dackel auf einem stark verdreckten Messie-Haus gerettet. Die Tiere sind offenbar wohlauf.
In Köln-Ehrenfeld wurden insgesamt 19 Dackel auf einem stark verdreckten Messie-Haus gerettet. Die Tiere sind offenbar wohlauf.  © Stadt Köln

Die Ordnungshüter wurden gegen 18 Uhr in den Stadtteil Ehrenfeld gerufen. Eine Kölnerin hatte etliche Hunde bemerkt, die sich im Garten hinter einem Haus befanden und den ganzen Tag über gebellt haben sollen. Das teilte die Stadt Köln am Mittwoch mit.

Stadt-Mitarbeiter fanden vor Ort zunächst etwa zehn Dackel. Auf dem Grundstück habe es nach Fäkalien gerochen, Hundekot lag auf den Steinplatten. Auf ein Klingeln habe zunächst niemand reagiert.

Weitere Nachbarn hätten daraufhin berichtet, dass das Gebell schon seit zwei Wochen angehalten habe. Der Ordnungsdienst konnte den Hauseigentümer ausfindig machen, der auf den sich erhärtenden Verdacht geschockt reagierte.

Weitere städtische Mitarbeiter wurden dazu gerufen und untersuchten schließlich das Haus. "Der komplette Keller war mit Hundekot verschmutzt", teilte die Stadt mit.

Die Räume seien teils bis zur Decke mit Schmutzwäsche gefüllt gewesen. Gefäße mit sauberem Wasser oder Futter habe es nicht gegeben.

Die Feuerwehr befreite zehn erwachsene Tiere und neun Welpen aus dem Haus und brachte sie ins Tierheim. Der vermeintliche Besitzer habe sich uneinsichtig gezeigt und versucht, den Einsatz zu behindern.

Die Kurzhaar- und Rauhaardackel sind laut Stadt wohlauf. Der Mann muss sich nun wegen illegaler Hundezucht verantworten.

Titelfoto: Stadt Köln

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