Können Hunde schwitzen? So senken sie die Temperatur!

Bei dem Thema, ob Hunde schwitzen können oder nicht, muss man genauer hinschauen, denn die kurze Antwort lautet: Ja, aber...

Hunde können zwar schwitzen, aber das reicht nicht, um sich abzukühlen.
Hunde können zwar schwitzen, aber das reicht nicht, um sich abzukühlen.  © Unsplash/Arvin Wiyono

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur allerdings nicht vorrangig über den Abtransport von Schweiß über die Haut so wie Menschen. Hunde "schwitzen" hauptsächlich über den Mund bzw. die Zunge, genauer gesagt:

Hunde hecheln, um die Körpertemperatur zu senken.

Ist einem Hund zu warm, hechelt er, was das Zeug hält, das kann man im Hochsommer oder nachdem der Hund sich viel bewegt hat, gut beobachten. Wenn Hunden sehr warm ist, erhöhen sie die Atemfrequenz von etwa 30 bis zu 400 Züge pro Minute, berichtet das Abendblatt in "Warum können Hunde nicht schwitzen?". Auch über die Nase wird die Körpertemperatur beeinflusst.

Aber auch Hunde haben Schweißdrüsen, allerdings nur an den Pfoten. Das ist die einzige Körperstelle, wo Hunde schwitzen können. Nur hier können die Tiere die Temperatur über den Abtransport von Schweiß senken.

Im Vergleich zum Körper des Menschen haben sie also extrem wenige Schweißdrüsen.

Hunde schwitzen zwar auch, aber entscheidend ist das Hecheln

Der Wärmeausgleich beim Hund geschieht durch Verdunstung, wodurch eine Kühlung entsteht, und über den Austausch von warmer Luft (beim Ausatmen) mit kalter Luft (beim Einatmen). Das Hecheln ist im Gegensatz zum Schwitzen über die Pfoten die wichtigste Methode für den Hund, um den Körper abzukühlen.

Die Frage, können Hunde schwitzen, kann man also mit einem Ja beantworten – allerdings läuft die Temperaturregulation ganz anders ab als beim Menschen.

Hunde schwitzen anders als Menschen und sind viel empfindlicher

Im Sommer sieht man sie verstärkt hecheln. Das ist auch gut so, denn so "schwitzen" Hunde.
Im Sommer sieht man sie verstärkt hecheln. Das ist auch gut so, denn so "schwitzen" Hunde.  © Unsplash/Jamie Street

Viel schneller als Menschen erleiden Hunde einen Hitzschlag. Da das gerade im Sommer schnell passieren kann, hat TAG24 Tipps für den richtigen Umgang:

5 Dinge, die Du im Sommer nie mit Deinem Hund machen solltest.

Ein Fehler, der fatal enden kann, ist leider noch immer vielen Hundebesitzern nicht bewusst: Ein Hund sollte im Hochsommer niemals im Auto gelassen werden oder im extrem heißen Auto mitfahren. Schon nach 15 Minuten kann ein Hund sterben, wenn sein Körper über 40 Grad erreicht hat – und das kann schnell passieren, da Hunde nicht stark schwitzen und das Hecheln bei hohen Temperaturen nicht ausreicht, um den Körper schnell herunterzukühlen.

Wenn es sehr warm ist, sollte man seinem Hund also unbedingt einen kühlen Platz anbieten, wo er sich hinlegen, ausruhen und herunterkühlen kann.

Titelfoto: Unsplash/Arvin Wiyono

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