Nach über 500 Einsätzen: Polizeihund geht nach zehn Jahren in die verdiente Rente

Edmonds (Washington/USA) - Nach beinahe zehn Jahre Dienst für die Polizeibehörde im US-amerikanischen Edmonds, ging Polizeihund Hobbs am gestrigen Donnerstag in Rente. Seit 2013 hatte er mit seinem Partner, Wachtmeister Jason Robinson, ein überragendes Gespann abgegeben. Doch wie will der vierbeinige Kommissar außer Dienst seine Rente gestalten?

Der Deutsche Hobbs liebte seine Arbeit, freut sich aber auch auf seine Zeit außer Dienst.
Der Deutsche Hobbs liebte seine Arbeit, freut sich aber auch auf seine Zeit außer Dienst.  © montage:facebook/Edmonds Police Department

In 520 gemeinsamen Einsätzen hat das Ermittler-Duo Hobbs und Robinson rund 166 Verdächtige geschnappt und 113 Beweismittel sichergestellt. Das verkündete die US-amerikanische Polizeidienststelle anlässlich der Verabschiedung des elfjährigen Hobbs.

Hobbs stieß als einjährige Grünschnauze im September 2013 aus Deutschland zur Hundestaffel in Edmonds. Trotz Sprachbarriere konnten die beiden noch im Dezember desselben Jahres ihre Zulassung absolvieren.

Robinson berichtete aus Hobbs' Sicht von seinem Alltag auf der Facebook-Seite seiner Hundestaffel: "Ich kam aus Deutschland und werde hier gut behandelt. Ich spiele verstecken oder jage den ganzen Tag Bällen hinterher. Ach ja, und sie haben mir einen Typen an die Pfoten gegeben, der mich in der Gegend herumfährt. Wie geil ist das denn!"

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Der Typ, von dem Hobbs sprach, ist selbstverständlich Jason Robinson. In seiner Abschiedsrede sagte der Polizeibeamte gerührt: "Er hat jahrelang auf mich aufgepasst und jetzt ist es an mir, mich um ihn zu kümmern".

Wie es sich gehört, wolle er in Zukunft die Hallen der Polizeidienststelle mit den ruhmreichen Geschichten seines Ex-Partners füllen.

Außerdem verriet der US-amerikanische Polizist, was die Zukunft seines deutschen Kollegen bringen wird.

Die Polizeidienststelle sagt auf Facebook Danke

Hobbs blickt auf ein Familienleben in Ruhe

Einer der spektakulärsten Fälle die Hobbs & Robinson lösen konnten, ereignete sich 2017. Damals gelang den beiden Ermittlern die Festnahme von zwei bewaffneten Tatverdächtigen.

In Zukunft wird es viel ruhiger für den elfjährigen Deutschen zugehen. Statt Blaulicht und Sirenen heißt es nun Müßiggang und Gassirunden.

Denn die schwarze Spürnase darf sich auf seine wohlverdiente Rente als neues Familienmitglied von Wachtmeister Robsinon freuen.

Titelfoto: montage:facebook/Edmonds Police Department

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